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Tag 17: Schären, Popgeschichte und der Frühling auf dem Vormarsch

Ayla Wenzel 3 Stunden vor 0

Der Morgen begann entspannt auf dem Campingplatz von First Camp bei Stockholm. Die Sonne stand bereits über den Bäumen und tauchte den Platz in warmes Licht. Nach vielen Tagen unterwegs wussten wir den Komfort eines Campingplatzes wieder zu schätzen.

Die First Camp Plätze sind in ganz Skandinavien verbreitet und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Moderne Sanitäranlagen, einfache Self-Check-in-Systeme, Stromanschlüsse und eine insgesamt sehr gute Infrastruktur machen sie zu einer unkomplizierten Übernachtungsoption – besonders nach vielen Nächten autark unterwegs.

Wir ließen uns Zeit am Morgen, frühstückten draußen und genossen die Sonne. Der harte Winter lag inzwischen bereits hinter uns, doch an diesem Tag spürte man besonders deutlich, dass der Frühling langsam näher rückt.

Mit ein paar routinierten Handgriffen klappte anschließend das Naturbummler Dachzelt zusammen – inzwischen eine fast automatische Bewegung nach vielen Reisetagen.

Ausflug in die Schären

Bevor wir unsere Reise fortsetzten, fuhren wir noch ein Stück hinaus aus der Stadt Richtung Stavsnäs.

Die Gegend gehört zu den berühmten Stockholmer Schären, einem der größten Schärengärten Europas. Mehr als 30.000 Inseln, Felsen und kleine Holme verteilen sich hier über die Ostsee und bilden eine Landschaft, die gleichzeitig rau und ruhig wirkt.

Schon die Fahrt dorthin ist beeindruckend. Wälder wechseln sich mit kleinen Buchten ab, immer wieder öffnet sich der Blick aufs Meer und auf verstreute Inseln.

Wir parkten das Auto und machten einen Spaziergang durch die Küstenlandschaft. Felsen, Kiefern, Meer und klare Luft – eine typisch skandinavische Szenerie. In schattigen Bereichen lagen noch vereinzelte Schneereste, doch die Sonne hatte bereits Kraft.

Mit der Insta360 X4 Air hielten wir diese Momente fest. Gerade in einer Landschaft wie den Schären spielt die Kamera ihre Stärken aus: Felsen, Wasser, Himmel und Wälder lassen sich aus allen Perspektiven einfangen.

Ein kleines Dorf und sehr gutes Gebäck

Nach dem Spaziergang machten wir noch einen kurzen Abstecher ins Dorf. Dort fanden wir eine kleine Bäckerei – und die überraschte uns positiv, unfassbar leckeres Gebäck!

Frische Teilchen, guter Kaffee und diese typisch skandinavische Gelassenheit machten den kurzen Stopp zu einem echten Genuss. Manchmal sind es genau diese kleinen Momente, die einen Reisetag besonders machen.

ABBA – ein Stück schwedische Popgeschichte

Mittags fuhren wir zurück nach Stockholm und besuchten das ABBA The Museum auf der Insel Djurgården.

Der Eintritt liegt bei etwa 25 Euro pro Person, und das Museum ist eine Mischung aus Ausstellung, Musikgeschichte und interaktivem Erlebnis.

Gleich zu Beginn widmet sich ein Raum dem neuesten Kapitel der Band: dem Album Voyage sowie der spektakulären Konzertshow ABBA Voyage in London.

Dort treten digitale Versionen der Band – sogenannte ABBAtars – auf, die mithilfe moderner Motion-Capture-Technologie entstanden sind. Eine Liveband spielt die Musik, während auf der Bühne die virtuellen ABBA-Mitglieder auftreten.

Eine Etage tiefer beginnt die eigentliche Hauptausstellung.

Ein kurzes Welcome-Video führt in die Geschichte der Band ein. Danach folgt der Weg der vier Mitglieder – Agnetha, Björn, Benny und Anni-Frid – von ihrer Kindheit über ihre musikalischen Anfänge bis zu ihrem Kennenlernen.

Fotos, Audioaufnahmen, Videos und viele Hintergrundinformationen erzählen, wie aus vier schwedischen Musikern eine der erfolgreichsten Popgruppen der Welt wurde.

Auch die Menschen hinter der Band spielen eine Rolle: Produzenten, Musiker und kreative Köpfe, die den typischen ABBA-Sound geprägt haben.

Besonders unterhaltsam sind die interaktiven Bereiche. Besucher können:

  • auf einer Bühne selbst performen
  • zu ABBA-Songs tanzen oder singen
  • sich virtuell mit den Bandmitgliedern fotografieren lassen

Ein weiterer Abschnitt widmet sich dem Musical Mamma Mia! sowie den beiden Kinofilmen Mamma Mia! und Mamma Mia! Here We Go Again.

Zum Abschluss geht es um die Zeit nach der Trennung der Band in den frühen 1980er Jahren und darum, wie die einzelnen Mitglieder ihre eigenen musikalischen Wege weitergingen.

Ganz oben befinden sich ein großer Merchandise-Shop und ein Café.

Insgesamt ist das Museum sehr abwechslungsreich gestaltet und auch für Besucher spannend, die keine eingefleischten ABBA-Fans sind.

Weiter Richtung Süden

Am Nachmittag ging es wieder zurück auf die European route E4.

Die Straße führte uns weiter Richtung Süden. Kilometer um Kilometer zogen Wälder und Seen vorbei, während langsam die Dunkelheit einsetzte.

Über Park4Night fanden wir schließlich einen Stellplatz zwischen einem Golfplatz und einem See bei Lindstad.

Der Platz verfügte sogar über eine Komposttoilette, was ihn für einen spontanen Übernachtungsplatz erstaunlich komfortabel machte.

Der See war noch zugefroren – ein Hinweis darauf, dass der Winter hier erst vor kurzer Zeit seinen Rückzug angetreten hatte.

Ein kurzer Besuch in der Nacht

Am späten Abend tauchten noch ein paar junge Einheimische mit Musik am See auf. Für einen Moment wurde es etwas lauter, doch nach etwa 20 Minuten waren sie wieder verschwunden und die Stille kehrte zurück.

Tagesfazit

Tag 17 fühlte sich wie ein Übergang an.

Der Winter lag zwar bereits hinter uns, doch nun wurde immer deutlicher, dass sich die Reise langsam in Richtung Frühling bewegt.

Weniger Schnee im Wald, mehr offene Wasserflächen und ein spürbar milderes Licht begleiteten uns auf der Weiterfahrt Richtung Süden.

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