Der Wahlausschuss sortiert die Listen, streicht formale Fehler und lässt die Kommunalwahl starten – mit Vielfalt, klaren Regeln und langen Wahlzetteln.
Der Wahlausschuss der Landeshauptstadt Wiesbaden sortiert, prüft, streicht – und lässt am Ende fast alles zu. Unter Leitung von Stefan Krebs hat das Gremium am Freitag, 16. Januar, über die Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung, die Ortsbeiräte und den Ausländerbeirat entschieden. Das Ergebnis: viel Vielfalt, ein paar formale Stolpersteine und ein Wahlzettel, der lang bleibt.
Viel Auswahl für die Stadtverordnetenwahl
Für die Stadtverordnetenwahl erreichen alle 15 eingereichten Wahlvorschläge die Ziellinie. Einzelne Bewerber verschwinden dennoch von den Listen. Wer die Wählbarkeitsvoraussetzungen verfehlt oder Zustimmungserklärungen verspätet abgegeben hat, bleibt außen vor.
Ortsbeiräte: Lokalpolitik mit Hürden
In den 26 Ortsbezirken summieren sich 144 Wahlvorschläge. Der Wahlausschuss lässt die große Mehrheit zu, verweigert aber einzelnen die Liste. In Wiesbaden-Nordost scheitert die Partei des Fortschritts an fehlenden Unterstützungsunterschriften. Auch hier gilt: Wer Unterschriften sammelt, muss zählen können. Zusätzlich streicht das Gremium Kandidaturen, wenn formale Voraussetzungen fehlen.
Ausländerbeirat: Fristen sind Fristen
Für den Ausländerbeirat liegen 16 Wahlvorschläge vor, 14 bestehen. Zwei fallen durch: einmal wegen zu weniger Unterstützungsunterschriften, einmal wegen verspäteter Abgabe nach dem 5. Januar, 18 Uhr. Die Uhr tickt unbestechlich, auch im Ehrenamt. Am Ende zählt der Wahlausschuss nach und zieht klare Linien.
Zahlen, die das Feld beschreiben
Insgesamt lässt der Wahlausschuss 172 Wahlvorschläge mit 1.862 Bewerberinnen und Bewerbern zu. 720 Frauen und 1.142 Männer treten an. Die Bekanntmachung folgt in der kommenden Woche im Wiesbadener Kurier und online auf wiesbaden.de. Damit beginnt die heiße Phase – sachlich vorbereitet, politisch offen.
Symbolfoto © 2025 Pixabay
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