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Absperrungen im Dambachtal: Während der Drückjagd gehört der Wald für einige Stunden den Jägerinnen und Jägern.

Sperrungen im Revier Dambachtal wegen Jagdbetriebs

Im Dambachtal rückt am 28. November die Realität des Waldes in den Vordergrund: Eine groß angelegte Drückjagd soll die Schwarzwildbestände senken und damit Seuchen vorbeugen. Für Spaziergänger heißt das: Wege meiden, Absperrungen respektieren – und den Wald für einige Stunden der Jagd überlassen.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 3 Monaten vor 0

Im Dambachtal findet eine Drückjagd statt. Wege werden gesperrt, die Forstverwaltung bittet um Rücksicht – für Sicherheit und gesunde Schwarzwildbestände.

Am Freitag, 28. November, verändert sich der Rhythmus im Revier Dambachtal. Während Wiesbadener üblicherweise durch Rabenkopf oder Münzberg streifen, übernehmen an diesem Morgen Jäger das Gelände. Sie starten um 8 Uhr eine groß angelegte Bewegungsjagd, die gegen 14 Uhr enden soll. Ihr Ziel: die Schwarzwildbestände senken und damit Seuchen wie die Afrikanische Schweinepest eindämmen.

Die Jagd, oft missverstanden, folgt einem klaren Zweck. Zu hohe Bestände gefährden nicht nur Wildtiere, sondern auch umliegende Landwirtschaftsbetriebe. Deshalb greift die Forstverwaltung zu einem Instrument, das Tradition und moderne Seuchenprävention verbindet.

Absperrungen dienen der Sicherheit

Während der Jagd bleibt der Wald nicht sich selbst überlassen. Verschiedene Wege werden gesperrt – und das aus gutem Grund. Wer dennoch hineingerät, könnte ungewollt Gefahrensituationen auslösen. Schüsse, Treibergruppen, Hunde: Eine Drückjagd ist präzise organisiert, aber sie verlangt Ruhe. Spaziergänger, Joggerinnen oder Mountainbiker sollen die Absperrungen respektieren, damit niemand in eine laufende Jagd gerät.

Warum das Dambachtal besonders sensibel reagiert

Das Dambachtal gehört zu den Wiesbadener Jagdrevieren, in denen Wildbewegungen stark zunehmen. Schwarzwild zieht häufiger Richtung Siedlungsrand, durchwühlt Gärten und belastet Wiesen. Die Drückjagd schafft hier kurzfristig Entlastung, langfristig Stabilität. Und sie zeigt: Natur lässt sich nicht einfach verwalten, sie fordert Entscheidungen – manchmal auch unangenehme.

Ein kurzer Eingriff, ein großer Effekt

Um 14 Uhr endet der Einsatz. Dann öffnet der Wald wieder seine Wege, die Stille kehrt zurück. Für die Forstverwaltung bleibt die Hoffnung, dass die Jagd dazu beiträgt, das Gleichgewicht im Revier zu sichern – und den Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern einen Wald zu bieten, der gesund bleibt.

Symbolfoto – Baustelle ©2024 Openstreetmap

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