Der Parkplatz liegt hinter uns, der Wald öffnet sich. Der Feldberg atmet Weite, Geschichte und Ruhe.
Nach den letzten Stadtspaziergängen zieht es uns vor die großen Türen von Wiesbaden. Der Feldberg wartet. Kaum eine halbe Stunde Fahrt, und schon wirkt der Alltag weit weg. Der höchste Berg im Taunus lockt mit klarer Luft, offenen Wegen und dem Versprechen, den Kopf frei zu bekommen.
Mit mehr als 80 Touren gilt der Feldberg als echtes Eldorado für alle, die gern wandern. Wir halten es bewusst klein und entscheiden uns für eine kurze Runde ab der Hegewiese. Der Start liegt direkt am Parkplatz, die Schuhe schnüren wir ohne Eile.
Eine Runde, die einfach gut tut
Unsere Tour misst 3,6 Kilometer. Wir gehen etwas mehr als eine Stunde, überwinden rund 130 Höhenmeter und bleiben entspannt. Die Wege zeigen sich breit, gut begehbar und freundlich. Niemand braucht besondere Kondition, niemand muss Erfahrung mitbringen. Diese Wanderung passt für jedes Fitnesslevel.
Schon nach wenigen Minuten öffnet sich der Blick. Der Taunus wirkt weit, fast nordisch. Der Wind trägt Geschichten mit sich, und genau hier beginnt der nächste Zeitsprung.
Auf römischen Spuren unterwegs
Der Weg kreuzt den obergermanisch-raetischen Limes. Vor fast 2000 Jahren zogen die Römer hier eine Grenze zwischen Rhein und Donau. Wall und Graben lassen sich noch gut erkennen. Damals standen hier kaum Bäume. Die Römer wollten Gefahren früh sehen, und Holz verbrauchten sie reichlich für Schiffe, Thermen und Befestigungen.
Heute wandern wir entspannt darüber hinweg und spüren, wie Geschichte unter den Füßen lebt.
Gipfelglück auf dem Großen Feldberg
Der Große Feldberg ragt bis zu 881 Meter in den Himmel. Er prägt den Südhorizont und zeigt sich oft schon von weitem. Auf dem Plateau treffen wir auf den Aussichtsturm. Rund 100 Stufen führen nach oben. Die Mühe lohnt sich. Von der verglasten Plattform reicht der Blick über die Mainebene, den Hohen Taunus und das Usinger Land.
Gleich daneben steht der markante Fernsehturm. Seit den 1950er-Jahren sendet er Signale in die Region und erzählt von den frühen Tagen des Fernsehens.
Einkehr mit Aussicht
Nach der Runde zieht es uns ins Feldberg-Gasthaus. Wir lassen uns Zeit, bestellen der eine süß, der andere herzhaft und genießen die Wärme. Wandern macht hungrig, und hier schmeckt es doppelt gut.
Der Feldberg zeigt an diesem Tag, wie leicht Erholung sein kann. Kurz raus, tief durchatmen, satt und zufrieden zurück nach Wiesbaden.
Foto – Feldberg ©2026 Volker Watschounek
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