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Die Internationalen Maifestspiele 2026 öffnen ihre Archive

Archive bewahren nicht nur Vergangenheit, sie formen Gegenwart. Die Gesprächsreihe „Die Kunst des Archivs“ bei den Internationalen Maifestspielen 2026 bringt Expertinnen, Künstler und Publikum zusammen – und zeigt, wie Erinnerung lebendig bleibt, sich verändert und immer wieder neu erzählt wird.

Volker Watschounek 7 Tagen vor 0

„Die Kunst des Archivs“ macht bei den Internationalen Maifestspielen 2026 sichtbar, wie Erinnerung entsteht, wirkt und unsere Gegenwart prägt.

Wiesbaden öffnet im Frühling nicht nur seine Bühnen, sondern auch seine Archive. Die Internationalen Maifestspiele 2026 stellen ihr Programm unter ein Thema, das leise beginnt und dann immer lauter spricht: das Archiv. In Inszenierungen wie „Tristan und Isolde“ wächst daraus ein Bühnenraum, der Geschichte nicht konserviert, sondern befragt. Gleichzeitig feiern Formate wie das „Déjeuner en blanc“ die lange Tradition des Festivals – und holen sie in die Gegenwart zurück.

Die Kunst des Archivs, Termine

So, 26. April 2026, 11.30 Uhr, Foyer Großes Haus
Auftakt mit Tiago Rodrigues (Associate Artist der Maifestspiele), Dr. des. Jelena Rothermel (Archiv Frau und Musik Frankfurt), PD Dr. Kai Hinrich Müller (Hochschule für Musik und Tanz Köln),
Moderation Maja Hattesen

So, 17. Mai 2026, 11.00 Uhr, Studio, Archiv und Zukunft
mit Dr. Nicola Wurthmann (Leitung Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden), Prof. Dr. Paul Klimpel (Jurist und Kulturmanager), Mali Carillo (Poetry Slam), PD Dr. Kai Hinrich Müller (Hochschule für Musik und Tanz Köln
Moderation Hessisches Staatstheater Wiesbaden:

Mi, 27. Mai 2026, 18.30 Uhr, Foyer Großes Haus , Archiv und Körper
mit Prof. Dr. Susanne Foellmer (Leitung Deutsches Tanzarchiv), Kollektiv People Watching (Maifestspiele-Gastspiel „Play Dead“), Hyunjin Kim (Studentin der Hochschule für Musik Mainz, Fach Klavier),
Moderation PD Dr. Kai Hinrich Müller

Sa 30. Mai 2026, 17.00 Uhr, Foyer Großes Haus, Die Kunst des Archivs
mit Dr. Peter Quadflieg (Leitung Stadtarchiv Wiesbaden), Uta Naumann (Projektleitung Stadtteil-Historiker Wiesbaden),
Moderation PD Dr. Kai Hinrich Müller

Die Gesprächsreihe „Die Kunst des Archivs“ greift diesen Gedanken auf und führt ihn weiter. Sie bringt Menschen zusammen, die Archive nicht nur verwalten, sondern neu denken.

Wer entscheidet, was bleibt?

Zum Auftakt am 26. April im Foyer des Großen Hauses diskutieren der Regisseur Tiago Rodrigues, Jelena Rothermel und Kai Hinrich Müller mit Moderatorin Maja Hattesen. Sie fragen, wie Archive auswählen, was sie bewahren – und welche Verantwortung sie dabei tragen. Denn jedes Archiv erzählt auch von Lücken.

Im Mai setzt die Reihe ihre Spur fort. Am 17. Mai richtet sich der Blick nach vorn: Digitalisierung verändert den Zugang zu Wissen und fordert neue Formen der Vermittlung. Am 27. Mai verschiebt sich die Perspektive auf den Körper als Speicher – Tanz, Musik und Spiel schreiben sich ein, ohne je ganz festgehalten zu werden.

Stadt als lebendiges Archiv

Zum Abschluss am 30. Mai rückt Wiesbaden selbst ins Zentrum. Das Stadtarchiv und lokale Historiker laden dazu ein, Geschichte als offenes Gespräch zu verstehen. Besucher können eigene Fragen einbringen – und erleben, wie Erinnerung im Dialog wächst.

So verwandelt die Reihe „Die Kunst des Archivs“ das Archiv vom stillen Ort in eine lebendige Bühne. Sie zeigt, dass Vergangenheit nicht ruht, sondern sich bewegt – in Geschichten, Stimmen und Begegnungen.

Foto – Moderation PD Dr. Kai Hinrich Müller ©2026 Sebastian Herscheid

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Mehr zu den Internationalen Maifestspielen lesen unter www.staatstheater-wiesbaden.de.

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