Das Projektstipendium „Freiräume“ bringt 2027 erneut frische Perspektiven auf die Bühne des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden.
Die Stadt Wiesbaden und das Hessisches Staatstheater Wiesbaden setzen ein klares Zeichen: Auch 2027 soll die freie Szene sichtbar bleiben – und wachsen. Mit dem Projektstipendium „Freiräume“ laden sie Künstler ein, ihre Arbeiten wieder im Rahmen der Internationalen Maifestspiele zu zeigen.
Die Jury
Franziska Domes, Abteilungsleiterin der Abteilung Stadtteilkultur – Darstellende Kunst – Musik – Artistik im Kulturamt Wiesbaden
Dr. Viola Bolduan, langjährige Feuilleton-Chefin des Wiesbadener Kuriers
Maximilian Nickel, Arrangeur und Dozent an der Wiesbadener Musikakademie
Beate Heine und Dorothea Hartmann, Intendantinnen des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Dr. Philipp Schulte, Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie sowie freischaffender Autor und Dramaturg
Zwischen dem 26. Juni und dem 30. August können sich Kulturschaffende bewerben. Bis zu 8.000 Euro stellt die Stadt pro Projekt bereit. Die ausgewählten Arbeiten finden später ihren Platz im Programm der Maifestspiele – sei es in der Wartburg, im Studio oder an anderen Orten der Stadt.
Mehr als Förderung
Für die Intendantinnen Beate Heine und Dorothea Hartmann ist das Programm längst mehr als ein Förderinstrument. „Die hohe Qualität der diesjährigen Projekte hat erneut das große Potenzial und die Vielfalt der freien Szene gezeigt“, sagen sie. Man wolle diese Zusammenarbeit weiter ausbauen.
Auch Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl sieht darin eine langfristige Investition. Die Projekte hätten 2026 dazu beigetragen, dass sich freie Szene und Theater stärker verzahnen. Förderung, so seine Lesart, müsse genau hier ansetzen: bei Begegnung, Austausch und gemeinsamer Arbeit.
Wem gehört die Stadt?
Das Staatstheater stellt die kommende Spielzeit unter eine große Frage: Wem gehört die Stadt?. Die Stipendien greifen diesen Gedanken auf, ohne ihn vorzuschreiben. Künstler können sich mit Themen wie Teilhabe, Wohnen, Erinnerung oder öffentlichem Raum beschäftigen – oder ganz eigene Perspektiven entwickeln.
Gerade darin liegt die Stärke des Formats. Es zwingt niemanden in ein Raster, sondern öffnet Räume. Räume für Zweifel, für Experimente, für Reibung.
Entscheidung im Herbst
Die Bewerbungen laufen über das Förderportal Fundgarden. Eine Jury aus fünf Expertinnen und Experten entscheidet über die Vergabe. Bis September 2026 soll feststehen, welche Projekte Teil der Maifestspiele 2027 werden.
Am Ende geht es nicht nur um einzelne Produktionen. Es geht um Sichtbarkeit. Um Stimmen, die sonst oft im Hintergrund bleiben. Und um eine Stadt, die sich selbst neu befragt – auf der Bühne und darüber hinaus.
Archivfoto – Projektstipendium ©2023 Volker Watschounek
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Weitere Informationen zu den Aufführungen der Projektstipendien Freiräume.
Informationen zu den Förderrichtlinien der Landeshauptstadt Wiesbaden von Juli 2025.




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