Volker Bouffier hat bei der zentralen Eröffnungsfeier zur Woche der Brüderlichkeit in der Frankfurter Paulskirche zum Dialog zwischen den Religionen aufgerufen. Auch in Wiesbaden finden unter dem Motto „Gehe hin und lerne“ Veranstaltungen statt.

In seiner Ansprache sagte der Ministerpräsident, dass die Gesellschaften seit Jahren Gespräche für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit über den Glauben, Traditionen und Überlieferungen führten. Dass dadurch verhindert werde, dass sich jeder in sein religiöses Schneckenhaus zurückziehe. „Das macht die Woche der Brüderlichkeit so wertvoll und verhindert, dass die Gesellschaft in immer mehr unverbundene Teile zerfällt,“ so der Bouffier.

„Es ist zu wünschen, dass sich auch die Muslime noch konsequenter auf den Weg des Dialogs einlassen.“ – Volker Bouffier, Ministerpräsident

Die bundesweite Veranstaltung wird seit 1952 vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit organisiert und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Nun gehe hin und lerne“.

„Nun gehe hin und lerne“

Im Mittelpunkt des Festaktes steht die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille, die der Koordinierungsrat seit 1968 zum Auftakt der Woche der Brüderlichkeit in Erinnerung an die jüdischen Philosophen und Pädagogen Martin Buber und Franz Rosenzweig verleiht. In diesem Jahr geht diese an die Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise Christen und Juden. Ministerpräsident Bouffier gratulierte den Preisträgern und dankte Ihnen für den Einsatz beim gegenseitigen Dialog der beiden Religionen.

Kampf gegen Antisemitismus

Bouffier sprach sich in seiner Rede auch für den unverzichtbaren Kampf aller Menschen gegen Antisemitismus aus. Dies gelte gerade auch für jene, die sich an der Hasspropaganda in den sozialen Netzwerken beteiligten und sich im Besitz der alleinigen Wahrheit wähnten. Der Aufruf zum Kampf gegen Antisemitismus gelte auch für diejenigen, die sich an Verteidigern des christlichen Abendlands beteiligten und dabei übersähen, dass der jüdische Glaube Teil unserer kulturellen Tradition sei.

„Dazu gehört auch, dass der Holocaust nie mehr vom Selbstverständnis unserer Nation abgetrennt werden kann.“ – Volker Bouffier, Ministerpräsident

Dazu gehöre es auch, dass der Holocaust nie mehr vom Selbstverständnis unserer Nation abgetrennt werden könne. Das gelte insbesodner für jene, die gegenwärtig sogar aus den Parlamenten heraus die Erinnerungskultur schwächen oder diffamieren wollen. „Ihnen sei gesagt: Nicht die Art des Erinnerns ist eine Schande, sondern es nicht zu tun – das ist die wahre Schande“, so Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Ansprache.

Die Woche der Brüderlichkeit

Die Woche der Brüderlichkeit ist eine seit 1952 jährlich im März stattfindende Veranstaltung für die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland. Sie wird vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ausgerichtet. Sie hat den jüdisch-christlichen Dialog, die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden sowie die Aufarbeitung des Holocaust zum Ziel. Im Rahmen der Veranstaltung wird seit 1968 die Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen. Schirmherr ist der jeweilige Bundespräsident. (Quelle: Wikipedia)

… in Wiesbaden

Unter dem Titel “Mischa, du bist ein Jude“ findet am 7. März eine Lesung mit anschließendem Autorengespräch – ein Abend der Begegnung mit Lena Gorelik in der jüdischen Gemeinde statt.

Am 12. März findet unter dem Titel „Peace in Paradise“ ein Friedenskonzert mit dem Trio Irth Gabriely & Friends im Festsaal des Rathauses statt.

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