Polizei 2.0 – und Smartphones für den Dienst-Alltag. Direkter Zugriff auf viele relevante Daten. Effizienteres Arbeiten und mehr Zeit für Bürger.

Hessens Innenminister Peter Beuth macht ernst. Ende Juni hatte er hessenweit eine Ausstattungsoffensive angekündigt, und die ersten fünf Polizeirevieren freuen sich schon oder zeitnah über die neuen Smartphones. Dazu zählt auch das 1. Polizeirevier in Wiesbaden. Ziel der Offensive ist es, bis Anfang 2022 alle Streifenbeamten im Wach- und Wechseldienst mit persönlichen Mobiltelefonen (Modell iPhone SE) auszustatten. Bis Ende 2022 sollen dann allen hessischen Polizisten über ein mobiles Gerät verfügen. In der ersten Welle werden neben dem Polizeirevier in Wiesbaden – die Polizeireviere in Hanau, Frankfurt, Marburg und Darmstadt versorgt.

Datenabruf direkt am Einsatzort in Echtzeit

Mit der flächendeckenden Verteilung von Smartphones wird ist so künftig auch der Abruf unmittelbar benötigter Informationen direkt am Einsatzort in Echtzeit möglich. Bei der Aufnahme von Verkehrsunfällen, der Vermisstensuche oder bei der Personen- und Adresskontrolle kann dies für Bürger sowie die Polizei gleichermaßen einen signifikanten Mehrwert stiften. Das Streifenbeamten Datenabfragen in ihre Dienststelle zurückkehren müssen, gehört bald der Geschichte an.

„Ich freue mich sehr darüber, dass den Kollegen des 1. Polizeireviers in Wiesbaden und bald allen Beamten des Streifendienstes mit den neuen Smartphones die Möglichkeit geschaffen wird, sich mit der Zeitersparnis noch effizienter für die Belange der Bürger einsetzen zu können.“ – Stefan Müller, Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen

Am Freitagvormittag überreichte der Präsident des Polizeipräsidiums Westhessen, Stefan Müller, im Beisein des Vizepräsidenten des Hessischen Polizeipräsidiums für Technik, Michael Stork, die neuen Geräte offiziell an Thomas Wichter, dem Leiter des 1. Polizeireviers in Wiesbaden. In einem gemeinsamen Gespräch mit ebenfalls anwesenden Vertretern des Innovation Hub 110 sowie Beamten des 1. Polizeireviers wurden im Anschluss die vielfältigen Funktionen und Vorteile für den täglichen Dienst erörtert.

75 Millionen für die Polizei

Bislang waren in der hessischen Polizei schon über 4000 mobile Geräte im Einsatz, die nun auf eine neue Plattform überführt und weiterbetrieben werden können. Innerhalb der nächsten sechs Monate kommen weitere 6500 Smartphones hinzu. Die Vollausstattung ist bei 17600 Geräten erreicht. Die Landesregierung investiert zwischen 2021 und 2025 mindestens 15 Millionen Euro jährlich, also insgesamt rund 75 Millionen Euro, in die mobile IT der hessischen Polizei. Die eigens für die dienstlichen Smartphones entwickelten Apps stammen aus dem INNOVATION HUB 110, eine im vergangenen Jahr eröffnete Softwareschmiede der hessischen Polizei im Frankfurter Westhafen.

Sicherheit und Datenschutz

Sicherheit und Datenschutz Im Fokus der Ausstattungsoffensive stehen hohe Sicherheitsstandards sowie der Datenschutz: Für jeden Abruf von Daten müssen sich die Beamten biometrisch authentifizieren, zudem wird jede einzelne Abfrage dokumentiert. Die Datenübertragung findet verschlüsselt statt, die Speicherung erfolgt ausschließlich auf speziell geschützten Servern der hessischen Polizei. Die Nutzung der dienstlichen Mobilgeräte und mobilen Anwendungen ist umfassend geregelt und ausschließlich zu dienstlichen Zwecken gestattet sowie konfiguriert. So können beispielsweise keine kommerziellen und für private Zwecke bestimmten Apps zur dienstlichen Kommunikation genutzt werden. Aus dem polizeilichen App-Store lassen sich ausschließlich geprüfte Applikationen herunterladen und installieren.

Foto oben ©2021 Polizeipräsidium Westhessen

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Die offizielle Internetseite des Polizeipräsidiums Westhessen finden Sie unter www.polizei.hessen.de.

 

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