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Das Klassenfoto „La Clase“ ist ein ikonisches Mahnmal gegen das Vergessen

Brodsky im Kunsthaus: Kunst, die bewegt

Das Kunsthaus Wiesbaden lädt zum Internationalen Museumstag am 17. Mai ein: Führungen durch „Memory in Action: Marcelo Brodsky“ zeigen, wie Erinnerung wirkt, aufrüttelt und verbindet. Kunst trifft Geschichte, Haltung auf Gegenwart – und Besucher mittendrin.

Grafik: Kathleen Rother Redaktion 4 Wochen vor 0

Erinnerung wird lebendig: Im Kunsthaus Wiesbaden führen Expertinnen durch Marcelo Brodskys Werke – politisch, persönlich, überraschend aktuell.

Im Kunsthaus Wiesbaden wird Erinnerung nicht abgeheftet. Sie springt einen an. Sie stellt Fragen. Und manchmal bleibt sie hartnäckig im Kopf sitzen – wie ein Lied, das man nicht mehr loswird. Am Sonntag, 17. Mai, führt Jessica Neugebauer-Boscheck um 14 und 16 Uhr durch die Ausstellung „Memory in Action: Marcelo Brodsky“. Der Eintritt? Frei. Die Gedanken danach? Vermutlich nicht mehr.

Kunsthaus Wiesbaden, kurz gefasst

Ausstellung  – Memory in Action
Eintritt: frei
Wann: Donnerstag, 26. März bis Sonntag 28. Juni 2026
Führung: Sonntag, 17. Mai 2026, 14:00 und 16:00 Uhr
Vernissage: Mittwoch, 25. März 2026, um 19:00 Uhr
Wo: Kunsthaus Wiesbaden, Schulberg 10, 65183 Wiesbaden

Der argentinische Künstler Marcelo Brodsky arbeitet wie ein Detektiv der Geschichte. Er sammelt Fotos, schreibt hinein, verbindet Zeiten, übermalt Vergessen. Rund 100 Werke hängen im Kunsthaus – und keines schweigt.

Ob „1968 – das Feuer der Ideen“, „Mandela“ oder „Black Lives Matter“: Brodsky zeigt nicht einfach Bilder. Er erzählt Geschichten, die nachhallen. Wer durch die Ausstellung geht, merkt schnell: Hier geht es nicht um Vergangenheit allein. Es geht um uns.

Museumstag mit Mission

Der Internationaler Museumstag steht 2026 unter dem Motto „Museums uniting a divided world“. Klingt groß? Ist es auch. Und doch beginnt es im Kleinen – beim Blick auf ein Foto, beim Gespräch danach, beim leisen „Stimmt…“. Museen, so die Idee, bauen Brücken. Zwischen Generationen. Zwischen Kulturen. Zwischen dem, was war, und dem, was wir daraus machen.

Mehr als nur ein Rundgang

Die Führungen im Kunsthaus sind kein Spaziergang mit Audioguide. Sie sind ein Dialog. Wer kommt, darf fragen, zweifeln, diskutieren. Und vielleicht auch widersprechen – das hält die Erinnerung schließlich lebendig.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Juni und entsteht in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Jüdischen Museum Frankfurt und der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen. Große Themen, klug verpackt – und erstaunlich nah dran am Alltag.

Warum man hingehen sollte?

Weil man selten so direkt erlebt, wie Kunst und Politik sich die Hand geben.
Weil Bilder manchmal lauter sind als Worte.
Und weil Erinnerung eben kein Museum braucht – sondern Menschen, die hinschauen.

Foto – Das Klassenfoto „La Clase“ ist ein ikonisches Mahnmal gegen das Vergessen ©2025 Thorsten Greiner

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