Das Pentagon reaktiviert das 56. Artilleriekommando, eine Einheit, die im Kalten Krieg Atomraketen kontrollierte. Ein Stützpunkt für US-Raketen wird damit nicht vorbereitet.

Zu Vermutungen und Berichterstattung in Verbindung mit der Stationierung des 56. Artilleriekommandos in Wiesbaden/Kastel und US-Raketen im November 2021 hatte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende die Bundesministerin der Verteidigung, Christine Lamprecht, angeschrieben und um aufklärende Unterstützung gebeten. In dem jetzt vorliegenden Brief der Ministerin heißt es wörtlich: Die US-Regierung hat bestätigt, keine Raketensysteme beim 56th Artillery Command im Ortsbezirk Mainz-Kastel der Stadt Wiesbaden zu stationieren.

„Ich bin der Ministerin sehr dankbar für ihr Verständnis für die Wiesbadener Sorgen und ihren zeitnahen Kontakt mit dem amerikanischen Verteidigungsminister. Die Aussage, dass keine Raketensysteme stationiert werden sollen, dient der notwendigen Klarheit.“ – Oberbürgermeister Mende

Bundesministerin Christine Lamprecht hat in ihrem Schreiben versichert, die Sorgen der Wiesbadener vor einer Stationierung von Langstreckenraketen in Wiesbaden sehr ernst zu nehmen. Sie habe das Thema in einem ersten Gespräch mit dem US- amerikanischen Verteidigungsminister Lloyd Austin angesprochen. Dieser habe bestätigt, dass es nicht beabsichtigt sei, Raketensysteme in Wiesbaden zu stationieren. Dieses hätte er auch klar gegenüber dem für Stationierungsfragen zuständigen Auswärtigen Amt so formuliert. Das Bundesverteidigungsministerium will nach Aussage der Ministerin in allen bündnispolitisch relevanten Fragen weiterhin im engen Austausch mit den amerikanischen Verbündeten bleiben.

Foto oben ©2022 Langstreckenrakete ©2022 Pixabay

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Die offizielle Internetseite des Bundesverteidigungsministeriums finden Sie unter www.bmvg.de.

 

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