Hessens Polizei will die Aufgaben und Ausbildung in Wiesbaden bündeln. Damit das gelingt, machen sich Land und Stadt auf die Suche nach einem neuen zentralen Standort.

Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung zur Zusammenarbeit haben Innenminister Peter Beuth, Finanzminister Michael Boddenberg und Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende die gemeinsame Absicht bekundet, den Behörden der Landespolizei eine langfristige Entwicklungsperspektive in der Landeshauptstadt Wiesbaden zu sichern. Bis 2031 soll im Stadtgebiet Wiesbaden ein neuer Standort gefunden, gebaut und der Umzug erfolgt sein.

„Zusammen mit dem Land suchen wir nach einem zentralen Standort für Hessens Polizei. . Dabei dürfen wir nicht nur eine Ansiedlung in der Perspektivfläche West, sondern auch andere mögliche Standorte.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Ziel der Vereinbarung zwischen dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, dem Hessischen Ministerium der Finanzen sowie der Landeshauptstadt Wiesbaden ist die Zentralisierung der derzeit im gesamten Stadtgebiet verteilten Standorte der hessischen Landespolizei sowie der künftigen Flächenbedarfe. Die für eine Neuunterbringung in Wiesbaden vorgesehenen Standorte betreffen das Hessische Polizeipräsidium für Technik, das Hessische Bereitschaftspolizeipräsidium sowie die Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS). Die Zusammenlegung der Standorte soll zu einer modernen, bedarfsgerechten Planung und der Neuausweisung eines nachhaltigen und zukunftsweisenden zentralen Polizeistandortes führen.

„Durch den historischen Personalaufwuchs bei der hessischen Polizei werden 2025 bereits mehr als 2500 zusätzliche Polizeibeamte ihren Dienst für die Sicherheit der Bürger in Hessen versehen. Dadurch benötigen auch die Landespolizeibehörden in Wiesbaden zusätzliche Flächen. Ich bin froh, dass Land und Landeshauptstadt bei der durchaus komplexen Standortsuche vertrauensvoll zusammenarbeiten und heute gemeinsam bekundet haben, auch künftig gemeinsam an einem Strang zu ziehen.“ – Innenminister Peter Beuth

Finanzminister Boddenberg sagte hinsichtlich der standortoffenen Perspektivplanung, dass es nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sei, die verschiedenen Behörden künftig an einem neuen Standort zu bündeln. Auch strategisch würde die räumliche Zusammenführung der Organisationen einen echten Mehrwert bieten. Schließlich könne durch die Zusammenlegung eine noch engere inhaltliche und funktionale Arbeitsbeziehung mit kurzen Wegen erfolgen, von der alle beteiligten Institutionen profitieren würden.

So soll der neue Standort zu einer stärkeren Verzahnung unter anderem bei der Aus- und Fortbildung, der Vorbereitung und Bewältigung von Einsatzlagen sowie der Entwicklung, Erprobung und Beschaffung von polizeispezifischer Technik führen. Zudem lassen sich funktionale und attraktive Arbeitswelten in neuen baulichen Konzepten mit höherer Qualität energieeffizient und nachhaltig umsetzen. Mit der Zusammenführung soll eine moderne und zeitgemäße Aus- und Fortbildung sichergestellt werden.

„Wiesbaden ist ein hervorragender Standort für Landes- und Bundesbehörden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Kaufkraft in der Stadt und stellen viele Arbeitsplätze bereit. Damit das so bleibt, wollen wir die Suche nach einem Standort für die Polizei vorantreiben.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Entsprechend dem Kooperationsvertrag 2022-26 Wiesbaden gemeinsam gestalten ist es für die Landeshauptstadt Wiesbaden von großer Bedeutung, der Landespolizei eine langfristige Entwicklungsperspektive aufzuzeigen und damit den Verbleib der Landesbehörden in der Landeshauptstadt zu sichern. Zur Zusammenführung der aktuellen Bestandsliegenschaften und der zukünftigen Bedarfe soll im Stadtgebiet Wiesbaden eine zusammenhängende Entwicklungsfläche identifiziert werden, welche den städtebaulichen, umweltplanerischen, verkehrlichen und polizeilichen Anforderungen für eine Bündelung der Liegenschaften entspricht. Eine Festlegung auf einen Standort gibt es derzeit nicht. Daher ist festzuhalten: Auch Wiesbaden würde künftig von der Zusammenführung der Organisationen an einem Standort profitieren. Die bisherigen Standorte der Landespolizei können dann seitens der Stadt Wiesbaden entwickelt werden.

 

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