Sie setzen sich für ein Leben ohne Ressentiments und Diskriminierung ein. Mit ihrem Auftreten machen sie es Andersdenkenden schwer. Sie das sind Lehrer und Schüler.

Zusammen mit SV Wehen Trainer Rüdiger Rehm, dem SVWW-Sportdirektor Christian Hock und den Spielern Sebastian Mrowca und Patrick Schönfeld hat die Gutenbergschule in Wiesbaden am Donnerstag die Verleihung des Titels Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gefeiert. Damit zeichnet das Hessische Kultusministerium 25 Schüler und Pädagogen und ihre Begabungen aus, damit sie ihr Ziel sich auch in Zukunft respektvoll und gewaltfrei  gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen.

„Das Engagement für Menschenrechte erfordert Mut und kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen.“ – Yanni Fischer, Landeskoordinator Hessen des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Gesellschaftliche Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil des Profils der Gutenbergschule. Jedes Jahr sind Schüler im Jugendparlament der Stadt Wiesbaden engagiert, in der Einführungsphase zur Oberstufe gibt es eine Klasse mit dem Schwerpunkt Politik und Wirtschaft. Ein Zeitzeugenprogramm ist fester Bestandteil des Lehrplans. Die Schule gehört zum Mainz05 Klassenzimmer. Seit vielen Jahren unterstützt eine AG tatkräftig ein Straßenkinderprojekt in Jimma und eine Schule in Semema, Äthiopien. An der Aufführung des Films Blut muss fließen, einer Undercover-Reportage aus dem Milieu der rechten Rockmusik, organisiert von der Schultze-Delitzsch-Schule und der Riehl-Schule, den beiden anderen Courage-Schulen in Wiesbadenwar die Gutenbergschule mit beteiligt.

„Mit ihren Aktionen machen sie ihre Haltung gegen Menschenfeindlichkeit jeder Art auch nach außen hin deutlich sichtbar.“ – Yanni Fischer, Landeskoordinator Hessen des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist ein Projekt von und für Schüler. Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und zivilgesellschaftliches Engagement zu entwickeln. Das Projekt ist das größte Schulnetzwerk Deutschlands, dem mehr als 2000 Schulen angehören. Der Titel Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist dabei kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für Gegenwart und Zukunft. Es gibt keine Schulen ohne Rassismus, aber Courage-Schulen sagen: Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule, indem wir uns bewusst gegen jede Form von Diskriminierung und Gewalt wenden.

„Die Schüler und Pädagogen der Gutenbergschule unterstreichen einen Schwerpunkt ihres Schulprofils, für ein offenes, tolerantes und vielfältiges Schulleben einzutreten.“ – Yanni Fischer, Landeskoordinator Hessen des Netzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Landeskoordination von Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist in der Bildungsstätte Anne Frank angesiedelt. Landeskoordinator Yanni Fischer begleitet die Courage-Schulen in Hessen bei der Vernetzung und der Umsetzung von Courage-Projekten.

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