Der SV Wehen Wiesbaden schlägt im Stadion am Bieberer Berg Fulda 2:1, verteidigt den Hessenpokal und übersteht eine hitzige Schlussphase.
Der Bieberer Berg hielt am Ende noch einmal den Atem an. Minutenlang drängte die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz auf den Ausgleich, Wiesbaden verteidigte in Unterzahl, die Nachspielzeit zog sich. Dann war Schluss. Der SV Wehen Wiesbaden rettete das 2:1 über die Zeit, verteidigte den Hessenpokal und sicherte sich mit dem neunten Hessenpokal das Ticket für den DFB-Pokal.
Zäher Beginn vor großer Kulisse
Die Sonne stand tief über dem Bieberer Berg, doch spielerisch brauchte dieses Finale lange, um auf Temperatur zu kommen. Der Drittligist aus Wiesbaden übernahm zwar früh die Kontrolle, Fulda hielt jedoch entschlossen dagegen. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, klare Chancen blieben zunächst Mangelware.
Die erste gefährliche Aktion gehörte dann dem Außenseiter. Dittmann kam nach gut 25 Minuten zum Abschluss, wurde aber in letzter Sekunde geblockt. Wiesbaden wirkte kontrolliert, aber keineswegs überlegen. Genau das verlieh dem Hessenpokalfinale früh seine Spannung.
Erst in der 38. Minute nutzte der Favorit seine erste wirklich klare Gelegenheit. Flotho verlängerte eine Hereingabe ins Zentrum, wo Justin Janitzek lauerte und den Ball mit etwas Glück zum 1:0 über die Linie drückte. Kurz vor der Pause verhinderte Fulda-Keeper Zapico sogar noch den möglichen zweiten Treffer des SVWW.
Fulda meldet sich eindrucksvoll zurück
Direkt nach Wiederbeginn kippte die Partie. Leon Pomnitz eroberte im Mittelfeld selbst den Ball, zog mutig Richtung Strafraum und schloss aus rund 18 Metern einfach ab. Über den Innenpfosten sprang der Ball zum 1:1 ins Netz. Damit war die Partie plötzlich offen. Von einem Klassenunterschied war nun nichts mehr zu erkennen. Fulda spielte mutig, Wiesbaden wirkte kurzzeitig verunsichert.
Die Wiesbadener fanden allerdings schnell die passende Antwort. Wieder war Flotho beteiligt. Nach einer Balleroberung legte er kurz vor der Strafraumkante quer auf Lukas Schleimer. Der zog sofort ab und traf flach aus rund 16 Metern zum 2:1.
Hitzige Schlussphase und rote Karte
Danach entwickelte sich ein echter Pokalfight. Wiesbaden wirkte zwar etwas gefährlicher, doch Fulda blieb dran. Ein weiterer Treffer hätte direkt ins Elfmeterschießen geführt, denn eine Verlängerung ist im Hessenpokal nicht vorgesehen.
Nach einer hitzigen Rangelei sah Gillekens beim SV Wehen Wiesbaden die Ampelkarte und musste vorzeitig vom Platz. Der Drittligist verteidigte die letzten Minuten damit in Unterzahl, während Fulda noch einmal alles nach vorne warf. Die Nachspielzeit zog sich, der Druck nahm zu, doch Wiesbaden hielt stand. Mit dem Schlusspfiff brach beim Titelverteidiger schließlich die Erleichterung durch.
Für den SV Wehen Wiesbaden bedeutet der Erfolg weit mehr als nur einen Pokal. Mit dem Sieg sichert sich der Drittligist erneut die Teilnahme am DFB-Pokal – sportlich prestigeträchtig und wirtschaftlich enorm wichtig.
Foto – Lukas Schleimer nach dem 2:1 ©2026 Volker Watschounek
Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Südost lesen Sie hier.
Der Manschafts-Kader des SVWW zur Saison 2025.2026.
Mehr zum SV Wehen Wiesbaden finden Sie hier.



SV Wehen Wiesbaden jagt das Ticket für den DFB-Pokal
SVWW siegt zum Abschied von Mockenhaupt
Hessenpokal: SVWW schlägt Ober-Roden 4:0 und steht im Finale
Hessenpokal-Halbfinale: SVWW reist zum Überraschungsteam
SVWW steht nach Elfmeterschießen im Hessenpokal-Halbfinale
Hessenpokal: SV Wehen Wiesbaden steht im Viertelfinale 
