Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende gratuliert und würdigt Bedeutung und Geschichte der Behörde.
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat am Donnerstag im Kurhaus Wiesbaden sein 75-jähriges Bestehen gefeiert. Bereits am Vormittag hatte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende im Namen der Landeshauptstadt Wiesbaden der Bundesbehörde im Rahmen des 19. Delegiertentags der Gewerkschaft der Polizei gratuliert. Zu den Gästen im Kurhaus zählten später dann Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, die gemeinsam mit Mitarbeitenden des BKA, Wiesbadens Rathaus-Chef sowie geladenen Gästen auf 75 Jahre BKA zurückblickten.
Die Feier würdigte die Entwicklung des Bundeskriminalamts seit seiner Gründung im Jahr 1951, als die Behörde ihren Hauptsitz in Wiesbaden erhielt. Seitdem ist das BKA eng mit der Stadt verbunden. Oberbürgermeister Mende betonte diese Beziehung am Vormittag im Dorint Hotel und hob hervor, dass das Bundeskriminalamt längst Teil der städtischen Identität geworden sei.
Eine Bundesbehörde prägt Wiesbaden
Mehr als 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten heute beim Bundeskriminalamt. Viele von ihnen leben mit ihren Familien in Wiesbaden oder im Rhein-Main-Gebiet. Damit prägt die Behörde nicht nur die deutsche Sicherheitsarchitektur, sondern auch das gesellschaftliche Leben in der Stadt.
Beim Jubiläum im Kurhaus stellten Beschäftigte des BKA ihre Arbeit in Gesprächen und kurzen Präsentationen vor. Die geladenen Gäste erhielten Einblicke in Ermittlungsarbeit, internationale Zusammenarbeit sowie in neue technische Entwicklungen im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung.
Blick nach vorn: Neuer Campus im Ostfeld
Neben dem Rückblick auf 75 Jahre Geschichte richtete sich der Blick beim Festakt auch auf die Zukunft des Bundeskriminalamts. In Wiesbaden soll mit dem Projekt „All in One“ ein neuer BKA-Campus im Ostfeld entstehen. Der geplante Standort soll mehrere bislang verteilte Liegenschaften zusammenführen und moderne Arbeitsbedingungen schaffen.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden unterstützt das Vorhaben. Für Oberbürgermeister Mende ist der Ausbau des Standorts ein klares Signal für die langfristige Präsenz der Bundesbehörde in der Stadt. Er sagte: „Das BKA ist Teil der Wiesbadener Identität, quasi unserer städtischen DNA. Dass Bundesbehörden sehr bewusst nicht nur in Berlin oder vormals Bonn zentralisiert wurden, ist Ausdruck eines föderativen Staatsverständnisses. Auch dieser Aspekt ist mir immer sehr wichtig, dafür steht die Landeshauptstadt Wiesbaden.“
Foto – Gert-Uwe Mende ©2026 Volker Watschounek
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