Mit der GWW Immo Service GmbH startet die GWW Mieterstrommodelle und baut Energie- sowie Ladeinfrastruktur für ihre Quartiere aus.
Die GWW Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH stellt ihre Energieversorgung neu auf. Zum 1. Januar 2026 gründete sie die GWW Immo Service GmbH. Die neue Tochter soll Mieterstrom, Energieeffizienz und E-Mobilität bündeln – und damit das Thema Energie dorthin holen, wo es zählt: in die Wohnungen der eigenen Mieterschaft.
Bislang speist die GWW den Strom aus ihren Photovoltaikanlagen vollständig ins öffentliche Netz ein. Künftig will sie ihn dort nutzen, wo er entsteht. Rund 50 Anlagen betreibt die GWW bereits. Weitere sollen folgen – gezielt ausgelegt für Mieterstrommodelle. Der Plan klingt einfach: Die Sonne scheint auf das Dach, der Strom fließt ins Haus, die Mieter profitieren.
Energie neu denken – und organisieren
Mit der GWW Immo Service GmbH trennt die GWW das operative Energiegeschäft bewusst vom klassischen Kerngeschäft Bauen, Sanieren und Vermieten. Die neue Gesellschaft koordiniert künftig die Versorgung mit lokal erzeugtem Strom, organisiert Energieeffizienzmaßnahmen, betreibt Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und plant die technische Infrastruktur.
Das klingt nach Verwaltung, ist aber vor allem Strukturarbeit. Spezialisierte Prozess-, Abrechnungs- und IT-Strukturen sollen sicherstellen, dass Mieterstrommodelle rechtssicher funktionieren. Denn wer Strom liefert, muss abrechnen, dokumentieren, kalkulieren – und zwar sauber.
Bezahlbares Wohnen hört nicht bei der Kaltmiete auf
„Bezahlbares Wohnen endet nicht bei der Miete, sondern schließt auch die laufenden Energiekosten mit ein“, sagt Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der GWW. Sie verknüpft soziale Verantwortung mit Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Mieter sollen – wo die Voraussetzungen stimmen – von stabilen, fairen Preisen profitieren. Und sie sollen unabhängiger werden von kurzfristigen Preissprüngen auf dem Energiemarkt.
Auch GWW-Geschäftsführer Thomas Keller setzt auf den Mehrwert vor Ort: Lokaler Sonnenstrom erhöhe die Wirtschaftlichkeit der Anlagen und ermögliche langfristig kalkulierbare Preise. Während sich reine Netzeinspeisung oft erst nach Jahrzehnten rechnet, verkürzt sich die Amortisationszeit bei direkter Nutzung deutlich.
Klimaschutz im Quartier
Die Gründung der GWW Immo Service GmbH sendet ein Signal. Kommunale Wohnungswirtschaft will nicht nur bauen und vermieten, sondern aktiv gestalten. Wer Strom vom eigenen Dach nutzt, stärkt die Quartiere, entlastet Netze und reduziert Emissionen.
Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft bleibt personenidentisch mit der GWW. So bleibt die Verantwortung klar – und der Kurs eindeutig: sozial ausgewogen, wirtschaftlich stabil, konsequent klimafreundlich.
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Mehr über die GWW Immo Service GmbH unter www.gww-wiesbaden.de




