Müllstrumente: Müll ist nicht gleich Müll. Fragt man die Kunstwerker nach Möglichkeiten der Zweitverwertung, kommt eine Flut von kreativen Ideen zusammen. Etwa Musikinstrumente basteln.

 
Das klingt fast wie ein richtiges Saxofon, – nur dass jeder lediglich einen einzelnen Ton rauskriegt. Tasten oder Löcher für andere Klangmomente fehlen. Diese Müllstrumente (Musikinstrumente aus Müll) haben die Kinder nämlich im Rahmen der Aktion We will rock trash  auf dem Fünfschaukelspielplatz aus Müll hergestellt. Dort steht seit Jahren der Container der Kunstwerker, einem Zusammenschluss freier Künstler der Stadt, die in verschiedenen Stadtteilen mit Kindern kreativ aktiv sind.

„In den letzten Jahren unserer Arbeit mit Kindern haben wir am Kunstcontainer im Gräselberg immer wieder am Thema Umwelt/Nachhaltigkeit gearbeitet und wie wir in Zukunft besser mit Müll und Ressourcen vor Ort umgehen.“ – Veronika Fass, Kunstwerkerin

Initiiert hat die Ferienaktion das Quartiersmanagement Gräselberg. Finaziert ist Projekt aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Dort gab es einen Fördertopf für Projekte zum Thema Kinderrechte. Das Projket der Müllstrumente wurde dirt eingereicht und ausgewählt. Beantragt und begleitet wird das Projekt von der Stabstelle Kinderrechte im Ministerium. Drei Stunden pro Tag waren zehn Kinder aktiv, um zunächst Musikinstrumente aus Müll zu bauen – Kronkorken, Wollknäuel, Rohre, Gläser und mehr – und dann das Stück We will rock trash mit eigenem Text einzustudieren. Aus der englischen Vorlage wurde Wisst ihr schon, dass wir hier auf dem Gräselberg coole Kinder haben?

Wisst ihr schon, dass wir hier auf dem Gräselberg coole Kinder haben?“ – Neuer Song

Das Konzept hinter der Aktion ist einfach: Musik machen, Spaß haben und ein Bewusstsein für Müll zu schaffen. Denn müll ist nicht gleich Müll. Vieles lässt sich wieder verwerten. Und wozu sich ausgediente Zewa-Rollen oder Klopapier-Pappe alles eignet, das zu vermitteln, war mit ein Ziel der Ferienaktion. Je nachdem, was der Fundus hergab, konnten die Kinder ihre Ideen selbstbestimmt ausprobieren und umsetzen. Damit unterstützt die Aktion im spielerischen Prozess Kinder dabei sinnliche Erfahrungen zu machen und schafft ein anderes Bewusstsein für Geräusche, Töne und Klänge – geben ihnen sogar eine „Stimme“, erklärt Kunstwerker Peter Pöschko.  Zum Abschluss der Woche wurde das Stück den Eltern, Gräselberger BürgerInnen und der Quartiersmanagerin Angelika Wust präsentiert.

Upcycling: Musikinstrumente aus Müll

Foto oben ©2021 LH Wiesbaden

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