30 Jahre Deutsche Einheit: „Die Wiedervereinigung erinnert uns an ein welthistorisches Ereignis – erinnert uns daran, für die Werte der Demokratie einzutreten“

Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier erinnert anlässlich des  30. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung an die Bedeutung von Freiheit und Demokratie in der heutigen Zeit und ruft die Menschen dazu auf, stets für diese Werte einzutreten.

„Der diesjährige Tag der Deutschen Einheit ist ein ganz besonderes Datum: Wir feiern das 30-jährige Bestehen der Bundesrepublik Deutschland und damit 30 Jahre friedvolles Zusammenleben in einem vereinten Land.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Auch nach 30 Jahren sei die Wiedervereinigung ein welthistorisches Geschehen von höchster politischer Bedeutung: Das nach der nationalsozialistischen Diktatur und dem Zweiten Weltkrieg geteilte Deutschland habe wieder zusammenwachsen können und erlangte internationale Anerkennung und Souveränität. Die Wiedervereinigung habe nicht nur Deutschland betroffen, sondern auch die politische Entwicklung Europas neugestaltet, so Bouffier weiter.

„Mit der Wiedervereinigung konnte sich die Freiheit auch östlich der alten Trennlinie entfalten. An Stelle von Unfreiheit, Zwang und Diktatur sind Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit getreten.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Dass Deutschland mit Stolz auf dieses historische Ereignis zurückblicken könnn, sei eine der größten Errungenschaften. Deutschland verdanke die Wiedervereinigung vor allem dem Mut der Menschen, die ihr Schicksal entschlossen in die eigenen Hände genommen hätten und mit Worten, nicht mit Waffen, auf den Straßen für ihre Freiheit kämpften. Mit der Macht des Volkes hätten sie die Diktatur zum Einsturz und gebracht und damit den Weg zur Deutschen Einheit geebnet.

„Gerade für junge Menschen, die Diktatur und Unfreiheit nur aus Erzählungen kennen, ist es wichtig, sich mit den Ereignissen vor 30 Jahren und ihren Gründen zu beschäftigen. Deshalb ist der 3. Oktober nicht nur ein Tag der Freude, er ist auch zukünftig bleibende Verpflichtung, aktiv für Demokratie und Freiheit einzutreten.“ – Ministerpräsident Volker Bouffier

Auch in Hessen sei die deutsch-deutsche Teilung zwischen Hessen und Thüringen unmittelbar erlebbar gewesen. „Durch den Bau der Mauer wurden ganze Dörfer, Familien, Freundinnen und Freunde auseinandergerissen. Plötzlich war es nicht mehr möglich, zu reisen, wohin man wollte. Zu lesen, was man wollte. Für viele Bürgerinnen und Bürger war die Angst vor Überwachung durch den Staat allgegenwärtig. Dies alles muss uns bleibende Mahnung sein, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind. Die friedliche Revolution vor 30 Jahren und die folgende Wiedervereinigung erinnern uns, wie wichtig es ist, für die Werte der Freiheit und der Demokratie einzutreten, – sei es am Stammtisch, auf dem Markplatz oder im Internet. Hass und Hetze dürfen keine Chance haben, und die Menschen, die sie verbreiten, sollen keinen Platz in unserer Gesellschaft erhalten“, erklärte Ministerpräsident Bouffier abschließend.

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