Der Morgen begann ruhig auf unserem Stellplatz zwischen See und Golfplatz irgendwo in Südschweden. Die Nacht war still gewesen, und die aufgehende Sonne tauchte die Landschaft in ein weiches Licht.
Der See neben unserem Stellplatz war noch immer zugefroren. Das Eis wirkte stabil genug, um ein paar Schritte darauf zu gehen – und für Sparky sogar für ein kurzes Eisbad auf dem Eis. Er schrubbte sich über die geschlossene Eisdecke – genau nach seinem Geschmack.
Auch die kleine Komposttoilette am Stellplatz erwies sich am Morgen noch einmal als unerwarteter Komfort. Gerade bei spontanen Übernachtungsplätzen ist so etwas keineswegs selbstverständlich.
Abschied von Schweden
Dann hieß es zusammenpacken.
Ein paar routinierte Handgriffe später war das Naturbummler Dachzelt wieder geschlossen und das Auto startklar. Nach vielen Tagen auf der Straße geht das inzwischen erstaunlich schnell.
Unser Ziel für den Tag war klar: Richtung Heimat.
Die Route führte uns weiter auf der European route E4 Richtung Süden. Der Himmel blieb grau und bedeckt, die Landschaft wurde zunehmend flacher und landwirtschaftlicher geprägt. Schnee war nicht mehr zu sehen.
Über Brücken nach Dänemark
Schließlich erreichten wir die Grenze zu Dänemark.
Skandinavien ist durch einige beeindruckende Brückenbauwerke miteinander verbunden. Die Fahrt führte uns unter anderem über große Meeresbrücken, darunter Teile der bekannten Øresund Bridge sowie der Great Belt Bridge.
Die Øresundbrücke verbindet seit dem Jahr 2000 die schwedische Stadt Malmö mit der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Mit einer Gesamtlänge von rund 16 Kilometern gehört sie zu den beeindruckendsten Verkehrsprojekten Europas – eine Kombination aus Tunnel, künstlicher Insel und Brücke.
Auch die Große-Belt-Brücke zählt zu den größten Brückenbauwerken Europas und verbindet die dänischen Inseln Seeland und Fünen. Besonders beeindruckend ist die Hängebrücke mit einer Spannweite von über 1,6 Kilometern.
Für beide Brücken zusammen summierten sich die Mautkosten auf etwa 90 Euro – kein Schnäppchen, aber angesichts der Bauwerke und der eingesparten Fährfahrten nachvollziehbar.
Dänemark als kurze Durchreise
Dänemark blieb für uns diesmal allerdings reine Transitstrecke. Die Fahrt führte über gut ausgebaute Autobahnen durch flache Landschaften mit Feldern, Windrädern und kleinen Dörfern.
Schon nach einigen Stunden überquerten wir erneut eine Grenze – und waren wieder in Deutschland.
Ein merkwürdiges Gefühl. Nach mehr als zwei Wochen unterwegs in Skandinavien fühlte sich Deutschland fast schon fremd an.
Letzte Nacht auf der Reise
Für die letzte Nacht unserer Reise suchten wir uns südlich von Hamburg noch einmal einen Campingplatz.
Nach so vielen spontanen Stellplätzen wirkte ein klassischer Campingplatz fast schon luxuriös: Stromanschluss, sanitäre Anlagen und ein ruhiger Stellplatz für die Nacht.
Auf der Fahrt holten wir noch einmal die Insta360 X4 Air heraus und hielten die letzten Eindrücke dieses Roadtrips fest – das Auto, die Umgebung, die Straßen und die Momente kurz vor dem Ende der Reise.
Dann wurde ein letztes Mal das Naturbummler Dachzelt aufgebaut.
Tagesfazit
Tag 18 war geprägt von Abschiedsstimmung.
Von einem ruhigen Stellplatz am zugefrorenen See in Schweden über die großen Brücken Dänemarks bis zurück nach Deutschland führte dieser Tag uns langsam wieder zurück in den Alltag.
Der Roadtrip war fast vorbei – doch genau diese letzten Kilometer machten noch einmal bewusst, wie weit wir eigentlich unterwegs gewesen waren.



Tag 17: Schären, Popgeschichte und der Frühling auf dem Vormarsch
Tag 16: Von der Winterlandschaft in die Hauptstadt
Tag 15: Abschied von Finnland und ein Auto mit eigenem Kopf
Tag 14: Huskys, Weihnachtsdorf und Abschied vom Polarkreis
Tag 13: Werkstattpause, Levi und eine unerwartete Auszeit
Tag 12: Festgefahren im Winterwunderland 
