Nicht im „Das Lokal“ und auch nicht am Sedanplatz. Die Freunde des „Science-Pub“ treffen sich in den Weiten des World Wide Web. Dort positionieren sie sich mit Hassrede-Gegenreden.

Hassbotschaften finden über das Internet schnell Verbreitung. Tagtäglich werden unzählige Menschen mit Rassismus, Anfeindungen und Hass im Netz konfrontiert. Diese sind in vielen Fällen strafrelevant. Was kann man machen, wenn man Zeuge von Hate Speech (Hassrede) wird oder sie sogar am eigenen Leib erfährt?

Science Pub, kurz gefasst

Mitdiskutieren – diesmal vom Sofa aus
Wann: Dienstag, 16. Jiunui 2020, ab 20:00 Uhr
Wo: livestream.watch/sciencepub
Eintritt: frei

Experten aus dem Rhein-Main-Gebiet wenden sich am 16. Juni per Livestream an Interessierte und präsentieren ihre neusten Erkenntnisse zum Thema Hassrede (Hate Speech). Im Anschluss an ihre Beiträge tauschen sie sich mit den virtuellen  Teilnehmern darüber aus. Dabei können Sie Fragen via Chatfunklion online stellen.

Mit dabei ist die Jugendinitiative Spiegelbild sowie Forschende am Institut für Publizistik Mainz. Sie setzen sich schon lange mit dem Thema auseinander, erforschen und klären darüber auf und geben nun einen Einblick in ihre Arbeit. Mit dabei sind: Thure Alting aus Wiesbaden, Pressereferent bei Jugendinitiative Spiegelbild in Wiesbaden: „Hate Speech, Hass & Antisemitismus; Liane Reiners aus dem Fachbereich Medienforschung von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: „Online Hate Speech, Inhaltsanalyse von Nutzerkommentaren“; Andrea Gotzel aus Wiesbaden, Pressereferentin bei Jugendinitiative Spiegelbild in Wiesbaden: „Hate Speech, Rassismus kritische Bildungsarbeit“

Verhaltens Codex

Auch online gilt beim Science Pub: Es wird diskutiert, aber immer faktenbasiert, nicht emotional oder ideologisch. Meinungen sind ok, aber wissenschaftliche Erkenntnisse zählen mehr. Das Science Pub ist interaktiv. Der Austausch zwischen den Experten und Gästen steht im Mittelpunkt. Ob analog oder digital, es können Fragen offen in der Runde oder indirekt über das Internet gestellt werden. Und wer gar nicht will, der hört einfach nur zu. Und ganz wichtig: Die Gespräche und der Diskurs sind informell; Essen und Trinken gehören genauso dazu, wie zwischendurch einmal aufzustehen.

Hintergrundwissen

Beleidigung, Diskriminierung oder extremistische Parolen, die sich gegen bestimmte Personen und Personengruppen richten, nennt man Hassrede oder auch Hate Speech, so das LKA.

Wer anderen gegenüber Körperverletzung begeht laut dem aktuellen Gesetzentwurf eine Straftat – gleichzustellen mit einer  Morddrohungen.

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass organisierte Gegenrede tatsächlich ein wirksames Mittel gegen Hass im Netz sein könnte.

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Die offizielle Internetseite der Institution Das Lokal finden Sie unter www.lokal-wiesbaden.de.

 

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