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aSpaß für alle beim Jump & Drive. Foto: TomsPic.de

Julius jettet zum Sieg im Schlosspark ­

Vor 40 Jahren sah der Sport noch anders aus, waren die Bider schwarz-weiß und Bildrauschen Status Quo. Der Reitsport hat sich weiterentwickelt: Zeit Spaß zu haben und zurückzublicken: nach dem Sieg von Julius im Vier-Sterne-Springen.

Volker Watschounek 2 Jahren vor 0

Erinnerungen, sportliche Höchstleistungen und Spaß beim Drive & Ride bestimmten den Sonntag im Biebricher Schlosspark beim Pfingstturnier. 

Das erste Vier-Sterne-Springen am Sonntag im Schlosspark, den Preis der Firma Pütz-Folien, hat der Italiener Emanuele Gaudiano gewonnen. In dem 1,40-Meter-Springen saß Gaudiano auf dem achtjährigen Julius, den er seit neuen Monaten im Stall hat. Fehlerfrei in 56,28 Sekunden – so hängte das Paar die Konkurrenz ab. Julius gewinnt eigentlich immer ein Springen, wenn ich ihn dabei habe. Diese großen Plätze wie hier in Wiesbaden sind perfekt für ihn. Er hat eine so große Galoppade, dass ich in den Distanzen immer einen Sprung weniger machen kann als die anderen. In Wiesbaden feiert der KWPN-Wallach am Pfingstmontag eine Premiere: Er wird zum ersten Mal in einem 1,50-Meter-Springen an den Start gehen. Gaudiano ist einer der Reiter mit der kürzesten Anreise zum Pfingstturnier. Etwa eineinhalb Stunden braucht er von Vettelschoss, in der Nähe von Bonn, wo er einen Ausbildungsstall betreibt.

„Ich war schon sehr oft in Wiesbaden, früher war meinen Anreise sogar noch näher, als ich in Büttelborn lebte. Wiesbaden ist ein sehr schönes Turnier mit supertollem Publikum.“Emanuele Gaudiano

Nach dreieinhalb Turniertagen ist Michael Krieger, der sich in Wiesbaden für die Springprüfungen verantwortlich zeichnet, in bester Laune: Wir haben ein sehr buntes Starterfeld, wir sehen keine schlechten Bilder und es wird unheimlich schnell und gut geritten. Vor 40 Jahren sah dieser Sport noch anders aus, da wurde mit mehr im Aufwand im Parcours geritten. Jetzt haben wir viele Topreiter, die sehr fein und effizient reiten. Die Iren sind beispielsweise unheimlich schnell unterwegs, nicht zuletzt durch Michael Duffy und die beiden jungen Wachman-Brüder. Und dann Richard Vogel, der gestern und vorgestern zwei Siege in Cannes gefeiert hat und mit ordentlichem Rückenwind nach Wiesbaden gekommen ist. Oder Ludger Beerbaum, der heute mit Mila eine ganz entspannte Runde gedreht, um sie auf den Großen Preis morgen vorzubereiten. Das alles macht Spaß, der Sport ist einfach klasse.

„Die Zeit ist unheimlich schnell vergangen. Wie bei allem gab es Höhen und Tiefen, aber das Positive hat in all der Zeit bei weitem überwogen. In besonderer Erinnerung ist mir das 75. Jubiläum unseres PfingstTurniers im Jahr 2011 geblieben, als wir die große Steele auf dem Bowling Green vor dem Wiesbadener Kurhaus mitten in der Stadt eingeweiht haben – das war sehr feierlich.“ – Kristina Dyckerhoff

Vor dem Jump and Drive wurde Peter Reichel aus Hünfelden das Goldene Reitabzeichen auf dem Hauptplatz des Pfingstturniers Wiesbaden überreicht. Der Gold-Geehrte erklärte: Das Goldene Reitabzeichen war nie mein Bestreben, aber viel schöner, als es jetzt in Wiesbaden zu bekommen, kann es nicht sein. Ich bin ja auch schon seit vielen Jahren Mitglied im Wiesbadener Reit- und Fahr-Club. Das passt also genau. Vier verschiedene Pferde haben Reichel bei seinen fünf Siegen in S-Springen begleitet: Korrekturpferd Leroy, Sporthengst Laviano, die selbstgezogene Farina und die ebenfalls selbstgezogene Halbschwester zu Farina, Farah Lea.

„Auch das 80. Jubiläum des Wiesbadener PfingstTurniers, das wir 2016 gefeiert haben, war ein ganz besonderes Erlebnis, nicht zuletzt, weil es mein Vater war, der das PfingstTurnier in den Schlosspark geholt hatte. Beim 80. Jubiläum zur Siegerehrung des Dyckerhoff-Preises mit meiner fast 100-jährigen Mutter und meinen Enkelkindern in der Kutsche auf den Platz fahren zu können – das war ein sehr spezieller Moment für mich.“ – Kristina Dyckerhoff

Nach dem Jump and Drive wurden drei besondere Persönlichkeiten auf dem großen Hauptplatz geehrt: Kristina Dyckerhoff zum 30-jährigen Amtsjubiläum als Präsidentin des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs, WRFC-Vize-Präsident Dr. Hanns-Dietrich Rahn zu 25 Jahren als Leiter des Ärzteteams beim Pfingstturnier und Frank Rothenberger, der seit 30 Jahren entweder als sportlicher Leiter oder Parcours-Chef zum Orga-Team des Pfingstturniers gehört. Jeder von Ihnen blickte zurück auf die Jahre die hinter Ihnen liegen – auf die Geschichte des Pfingstturniers, das über die Jahre gewachsen und gereift ist.

„Das Schöne am PfingstTurnier ist auch, dass man nie auf Terminsuche ist (lacht). Andere Turniere überlegen immer wieder neu: Was machen wir denn? Lieber dann oder dann? Pfingsten steht fest! Und dann natürlich dieser Park mit diesem Platz. Jeder Platz hat seine eigene Handschrift und der hier in Wiesbaden hat eine ganz besondere.“ – Frank Rothenberger:

Der sportliche Leiter erinnert sich an ein Jahr, als er den fünfmaligen Olympiasieger David Broome, Großbritannien, gefragt hatte, ob er das Ride & Drive mitmachen möchte. Der habe damals lächelnd mit der Begründung, dass er zu alt sei, abgewunken. Er schaffe es einfach nicht von seinem Pferd zur Kutsche zu laufen. Rothenberger wusste sich damals gleich zu helfen, sprach mit dem Autosponsor und schlug dem Olympiasieger aus Großbritannien vor, ihn im Parcours von seinem Pferd zur Kutsche im Auto zu chauffieren. Da konnte Broome einfach nicht mehr nein sagen:Eine sehr und lustige Aktion sei das gewesen.

Foto oben ©2022 TomPic.de

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Die Seite des Internationalen Pfingstturnier Wiesbaden finden Sie unter www.pfingstturnier.org

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.