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Noma Noha Akugue

WTO: Noha Akugue krönt Turnierwoche mit starkem Finale

Noma Noha Akugue gewinnt die Wiesbaden Tennis Open 2026 nach einem umkämpften Finale gegen Mia Pohánková. In einem Spiel voller Wendungen behält sie im Tiebreak die Nerven und holt erstmals seit 2010 wieder den Titel für Deutschland.

Volker Watschounek 3 Wochen vor 0

Noma Noha Akugue gewinnt die Wiesbaden Tennis Open und bringt den deutschen Tennissport in Hessen zurück ins Rampenlicht.

Dieses Endspiel wollte sich nicht schnell entscheiden. Es zog sich, es kippte, es forderte beide Spielerinnen bis an die Grenze. Noma Noha Akugue und die 17-jährige Mia Pohánková lieferten sich auf der Anlage T2 in Wiesbaden-Nordenstadt ein Finale, das von Intensität lebte.

Schon zu Beginn setzte Akugue ein Zeichen. Sie servierte druckvoll, ging früh in Führung und bestimmte das Tempo. Mit präzisen Grundschlägen und klugen Winkeln zwang sie ihre Gegnerin immer wieder in die Defensive.

Klarer erster Satz

Der erste Satz entwickelte sich für die Deutsche schnell in die richtige Richtung. Beim Stand von 3:2 erhöhte sie den Druck, erspielte sich das entscheidende Break und ließ danach nichts mehr anbrennen. Pohánková fand kaum Zugriff, während Akugue ruhig blieb und konsequent abschloss. Mit 6:2 sicherte sie sich den Satz – souverän, fast abgeklärt.

Zweiter Satz: Das Spiel kippt

Doch das Finale änderte seinen Rhythmus. Pohánková stellte sich besser ein, returnierte aggressiver und zwang Akugue zu Fehlern. Plötzlich wechselten sich Breaks auf beiden Seiten ab. Kaum hielt eine Spielerin ihren Aufschlag, konterte die andere sofort. Beim Stand von 2:3 lag die Führung erstmals bei der jungen Slowakin. Akugue reagierte, kämpfte sich zurück und stellte auf 3:3. Doch die Partie blieb unruhig. Beide suchten nach Stabilität – und fanden sie nur phasenweise.

Entscheidung im Tiebreak

Als es in die entscheidende Phase ging, stieg die Spannung spürbar. Beim Stand von 5:5 wog jeder Punkt schwer. Pohánková spielte mutig, suchte schnelle Lösungen. Akugue hielt dagegen, blieb geduldig und wartete auf ihre Momente. Beide hielten stand – gerade so. Der Satz musste in den Tiebreak. Dort zeigte Akugue ihre Klasse. Sie startete fokussiert, ging früh in Führung und ließ sich nicht mehr einholen. Während Pohánková einzelne Punkte verlor, hielt Akugue ihr Niveau stabil.

Mit klaren Schlägen, präzisem Aufschlagspiel und kluger Platzierung zog sie davon. Beim Stand von 6:3 erspielte sie sich den Matchball – und nutzte ihn. Ein letzter Ballwechsel, ein letzter Schlag, dann hob sie kurz die Arme.

Mehr als nur ein Sieg

Mit dem letzten Ballwechsel, den sie entschlossen die Linie entlang zog und schließlich verwandelte, gewann sie nicht nur das Finale der Wiesbaden Tennis Open (WTO) – sie durchbrach auch eine bemerkenswerte Serie. Seit 2010 hatte keine deutsche Spielerin dieses Turnier mehr gewonnen.

Damals triumphierte Scarlett Werner, in einer anderen Tenniswelt. Die Preisgelder lagen deutlich niedriger, das Teilnehmerfeld war kleiner, die internationale Aufmerksamkeit überschaubar. Die WTO galten als ambitioniertes Turnier mit Entwicklungspotenzial – nicht als Bühne für ein solches Signal.

Heute präsentiert sich das Turnier gereift. Es hat sich etabliert, es zieht stärkere Felder an, es bietet jungen Talenten wie etablierten Spielerinnen eine Plattform. Und genau deshalb wiegt dieser Erfolg schwerer als viele zuvor. Akugue gewinnt nicht einfach ein Finale. Sie setzt ein Zeichen. Für sich, für den deutschen Tennissport – und für ein Turnier, das sich über Jahre hinweg Schritt für Schritt nach oben gearbeitet hat.

Ein Finale, das bleibt

Dieses Endspiel erzählte eine Geschichte von Kontrolle und Kontrollverlust, von Druck und Widerstand. Akugue gewann nicht nur, weil sie besser spielte. Sie gewann, weil sie in den entscheidenden Momenten klar blieb.

Foto – Noma Noha Akugue durchbricht eine Serie. Mit der 22-Jährigen gewinnt nach über zehn Jahren wieder eine Deutsche Tennisspielerin die WTO Wiesbaden.©2026 Joahnnes Lay

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Die Internetseite der Wiesbaden Tennis Open finden Sie unter www.wiesbaden-tennis-open.de.

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