Menü

kalender

März 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Partner

Partner

/* */
Wahlabend der CDU im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin: Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Wenn Erfahrung fehlt: Rhein lobt Haseloffs Kurs

Mit klaren Worten würdigt Ministerpräsident Boris Rhein Dr. Reiner Haseloff. Der Abschied aus der Länderpolitik zeigt, wie sehr Verlässlichkeit, Erfahrung und Haltung den föderalen Zusammenhalt geprägt haben – leise, sachlich und wirksam bis zuletzt.

Grafik: Kathleen Rother Redakteur 2 Monaten vor 0

Boris Rhein verabschiedet Dr. Reiner Haseloff mit Respekt. Er lobt Vertrauen, Erfahrung und eine Politik, die den Föderalismus zusammenhielt.

In Wiesbaden spricht Ministerpräsident Boris Rhein am Mittwoch nicht lange um den heißen Brei. Er würdigt, erinnert, dankt – und trifft dabei einen Ton, der in der Politik selten geworden ist. Dr. Reiner Haseloff, langjähriger Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, verlässt die erste Reihe der Länderpolitik. Rhein nennt ihn „einen tollen Typ“, sagt offen, dass er fehlen werde, und verbindet persönliche Wertschätzung mit politischer Einordnung.

Zusammenarbeit ohne Nebelkerzen

Rhein beschreibt die Zusammenarbeit als klar, sachlich und verlässlich. In den Runden der Ministerpräsidentenkonferenz, wo Interessen oft kollidieren und Positionen aufeinanderprallen, habe Haseloff nicht gepoltert, sondern sortiert. Er habe zugehört, abgewogen und Verantwortung übernommen. Genau das habe Vertrauen geschaffen – zwischen Ländern, zwischen Regierungen, zwischen Menschen, die Politik nicht als Bühne, sondern als Aufgabe verstehen.

Föderalismus braucht Geduld

Haseloff, so Rhein, habe den Föderalismus nicht beschworen, sondern gelebt. Er habe den Zusammenhalt der Länder gestärkt, indem er Unterschiede akzeptierte und Gemeinsamkeiten suchte. In Zeiten, in denen Schlagzeilen Tempo verlangen, setzte Haseloff auf Substanz. Er argumentierte, statt zu inszenieren. Er moderierte, statt zu dominieren. Das wirkte – auch über Parteigrenzen hinweg.

Erfahrung als politisches Kapital

Rhein hebt Haseloffs Integrität hervor. Sie speiste sich aus Erfahrung, aus Kenntnis der Mechanismen und aus der Bereitschaft, Verantwortung zu tragen, wenn Entscheidungen unbequem wurden. Sachsen-Anhalt habe davon profitiert, ebenso der Kreis der Länder. Haseloff habe Stabilität vermittelt, ohne Stillstand zu verwalten. Wer ihm zuhörte, verstand: Politik kann ruhig bleiben und trotzdem wirken.

Ein Abschied ohne Pathos

Der Ton bleibt freundlich, fast leicht. Rhein wünscht alles Gute und freut sich auf ein Wiedersehen. Kein Pathos, kein großes Finale – eher ein Handschlag zum Abschied. Vielleicht liegt genau darin die Pointe: Haseloffs Politik funktionierte nicht über Lautstärke, sondern über Haltung. Und die wird, so deutet Rhein an, fehlen.

Foto – Wahlabend im Konrad-Adenauer-Haus ©2026 Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Mitte lesen Sie hier.
Weitere Nachrichten aus der Staatskanzlei lesen Sie hier.

Mehr aus dem Landtag von Sachsen-Anhalt.

Diskutieren Sie mit

Diskutieren Sie mit

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert