„Vierunddreißigster September?“ Der Monat hat doch nur 30 Tage. Der Titel klingt absurd. Vielleicht tickt die Welt im Himmel aber anders?

Ein Dorf in Ostdeutschland: Walter, ein zorniger Mann, erschlagen in der Silvesternacht von Hilde, der eigenen Frau. Nur kurz vor seinem Ende war er plötzlich sanft und ihr zugewandt. Dann ein Friedhof: Die Toten studieren die Lebenden: so steht es im Klappentext des Romans Vierunddreißigster September.

Villa Clementine, kurz gefasst

Lesung – Vierunddreißigster September
Wann: Samstag, 14. Juni 2022, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 12,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro

Streaming-Tickets gibt es für 7,00 Euro

Walter wird zum Chronisten. Er sieht sich dazu verdammt, die Schicksale im Dorf festzuhalten. Und er fragt nach dem Warum. Was war der Grund für Hildes Tat? Geschah es aus Hass oder aus Barmherzigkeit Mit illusionsloser, pechschwarzer Sprache zeichnet Angelika Klüssendorf das Bild des Dorfes, ohne dabei einen typischen Dorfroman zu schreiben. Immer wieder wechselt sie in die Perspektive der Toten, die vom örtlichen Friedhof aus die Lebenden beobachten. Walter wird dabei zur zentralen Figur und möchte seinem plötzlichen Ableben auf den Grund gehen. Nur ist Hilde direkt nach der Tat im Wald verschwunden und bleibt es auch weiterhin, was die Dorfgemeinschaft vor ein Rätsel stellt.

„Rezensent Oliver Jungen ist großer Fan von Angelika Klüssendorf, aber mit ihrem neuen Roman kann er beim besten Willen nichts anfangen. Von dem für Klüssendorf typischen psychologischen Scharfsinn keine Spur, meint er.“ – Perlentaucher.de

Zur Person Angelika Klüssendorf. Sie wurde 1958 in Ahrensburg geboren und ist Autorin zahlreicher Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Mit ihren Romanen war sie mehrfach für den Deutschen Buchpreis nominiert und erhielt unter anderem den Hermann-Hesse-Literaturpreis 2014 oder den Marie Luise Kaschnitz-Preis für ihr Lebenswerk im Jahr 2019.

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Hygienehinweis

Beim Aufenthalt im Literaturhaus wird empfohlen, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen. Zusätzlich zur Lesung vor Ort wird ein Livestream angeboten. Tickets hierfür sind über www.reservix.de und über die Homepage des Literaturhauses erhältlich.

Foto oben ©2019 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite der Villa Clementine finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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