Ab heute (27.05.) besucht Pentz Hessens Partnerregion Emilia-Romagna in Italien. Mit der Region verbindet Hessen seit 1992 eine enge und freundschaftliche Zusammenarbeit. Bevor im kommenden Jahr das 35-jährige Jubiläum ansteht, soll nun die Partnerschaft auf eine neue Grundlage gestellt werden. Begleitet wird Europaminister Pentz von Mitgliedern des Europaausschusses im Hessischen Landtag.
Raumfahrt, Medizintechnik, Flughafen
Mit der Emilia-Romagna verbinden Hessen viele Gemeinsamkeiten. „Ob Raumfahrt, Medizintechnik oder Luftverkehr – in diesen Zukunftsbranchen sind die Emilia und Hessen führend. Hier wollen wir unsere Kooperation verstärken“, erklärt Minister Pentz. „Themen wir Digitalisierung, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz wollen wir künftig noch stärker auf unsere gemeinsame Agenda bringen. Vom Austausch und der Zusammenarbeit werden beide Partner profitieren. Wirtschaftliche Kooperation bringt Wachstum auf beiden Seiten der Alpen.“
Auch die Stärke als Pharmastandort ist beiden Regionen gemeinsam. Diese Verbindung soll beim Besuch der Niederlassung von B. Braun, dem hessischen Weltmarktführer für Medizintechnik, gestärkt werden. Geplant ist außerdem ein Austausch beim Wissenschafts- und Bildungszentrum für Luft- und Raumfahrt.
„Hessen fehlt es an Fachkräften. Hier werden wir aktiver werden und auch in der Emilia-Romagna dafür werben, Spitzenkräfte nach Hessen zu holen“, so Pentz. „Das gemeinsame Know-how der Luft- und Raumfahrttechnologie wollen wir stärker nutzen, um unser Land zukunftsfest zu machen.“
Freundschaft pflegen
„Freundschaften muss man pflegen. Deshalb ist mir der Besuch bei unseren italienischen Freunden so wichtig“, sagte Staatsminister Pentz vor der Abreise.
„Besonders freue ich mich auf das Treffen mit dem Präsidenten der Region, Michele de Pascale.“ Politische Gespräche mit dem Vizepräsidenten der Region, dem Kabinettchef des Präsidenten und der Vizepräsidentin des Regionalparlaments der Emilia-Romagna runden das Programm der dreitägigen Reise ab.
Hintergrund Partnerregion
Hessen verbindet seit dem 29. Juli 1992 eine Partnerschaft mit der Region. Die Lage im Norden Italiens, zwischen der Adria, der Gebirgskette des Apennin und dem Fluss Po, macht die Emilia-Romagna zu einem attraktiven Reiseziel. Die Hauptstadt Bologna, ist Sitz der ältesten europäischen Universität.
In der Emilia leben 3,9 Millionen Menschen. Die Region ist etwa so groß wie Hessen und ist eine der wirtschaftsstärksten und innovativsten Regionen Italiens. Bekannte Unternehmen sind die berühmten Automobilhersteller Ferrari, Maserati und Lamborghini und der Motorradhersteller Ducati. Aber auch die hervorragende Gastronomie und weltbekannte Produkte wie Parmaschinken, Parmesankäse und Aceto Balsamico haben hier ihre Heimat.
In der Vertretung des Landes Hessens bei der Europäischen Union in Brüssel haben auch die Vertretungen der Partnerregionen Emilia-Romagna, Nouvelle-Aquitaine und Wielkopolska ihren Sitz, was eine sehr enge Zusammenarbeit ermöglicht. Hessische Hochschulen unterhalten mehrere Kooperationen zu Universitäten in der Emilia-Romagna.
Mit der Region bestehen außerdem zahlreiche Partnerschaften auf kommunaler Ebene.




