Abfälle langfristig lagern. In Einzelfällen bis zum Verfall. Im Rahmen einer Führung über die Deponie Dyckerhoffbruch erhalten Wiesbadeneram Freitag ein Bild von Wiesbadens Müllwirtschaft. 

Die Deponie ist nur ein Puzzelstück in dem großen Gesamtbild der Müllwirtschaft und Abfälle wie Müllberge sehen Sie bei der gut zweistündigen Führung nur in der Umschlaganlage. Dort werden die Abfälle auf große Lkw umgeladen und anschließend der jeweiligen Verwertung zugeführt. Die Deponie Dyckerhoffbruch ist aber weit mehr als nur ein Ort, an dem Abfälle umgeschlagen werden.

Deponieführung, kurz gefasst

Führung – Deponie Dyckerhoffbruch
Wann: Freitag, 19. Juli 2019
Uhrzeit: 14:00 Uhr (etwa 2 Stunden)
Wo: Deponie Dyckerhoffbruch, Deponiestraße 15, Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Teilnahme: frei

Die Deponie Dyckerhoffbruch ist für Wiesbaden auch ein wichtiger Energieerzeuger und darüber hinaus Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Mittelpunkt der Führung steht der 2010 neu eröffnete Deponielehrpfad. Anhand von zahlreichen Schautafeln wird die Entwicklung einer Hausmülldeponie anschaulich präsentiert. Die Themen reichen von der umweltgerechten Entsorgung von Abfällen über Emissionen, Geologie und Hydrologie bis zum möglichen Rückbau eines Deponieabschnitts. So haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, direkt vor Ort, die Wechselbeziehungen zwischen Luft, Wasser, Boden und den abgelagerten Abfällen zu verstehen

Anmeldung

Aufgrund der Größe des Geländes findet die Führung größtenteils per Bus statt. Der Deponielehrpfad wird jedoch zu Fuß zurückgelegt. Es wird darum gebeten, dass sich Interessierte für die kostenfreie Führung  unter der Telefonnummer 0611 / 318802 anmelden.

Unnützes Wissen

Nach Angaben des Statistisches Landesamts sortierte 2014 jeder Hesse dieser Kreise im Durchschnitt 142,6,3 Kilogramm  Wertstoffabfälle aus seinem Müll heraus. Mit 465 400 Tonnen bestand mehr als die Hälfte der getrennt gesammelten Wertstoffe aus Papier und Pappe, etwa ein Fünftel aus gemischten Verpackungen und Leichtverpackungen. Danach folgten Glas mit 16 Prozent und Holz mit gut 8 Prozent.

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