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Autohome Columbus Variant Dachzelt

Dachzelt Test: Autohome Columbus Variant

Mit dem Autohome Columbus Variant M geht unsere Dachzelt-Testreihe in die zweite Runde. Getestet wird fernab der Zivilisation in Frankreich: autark, reduziert, ehrlich. Wie schlägt sich das kompakte Hartschalenzelt im Alltag, auf Reisen und in der Nacht? Ein Bericht zwischen Freiheit, Tempo und klaren Grenzen.

Ayla Wenzel 4 Wochen vor 0

Dachzelt Test Autohome Columbus Variant M – die zweite Etappe unserer Suche nach dem besseren Schlaf über dem Asphalt.

Nach dem ersten Versuch wächst die Neugier. Was kann ein Dachzelt wirklich leisten, wenn man es nicht nur ausprobiert, sondern ihm vertraut? Unsere Testreihe geht weiter – und führt uns diesmal weiter weg. Ende August, irgendwo in Frankreich. Kein Campingplatz, keine Infrastruktur, kein Strom. Nur Auto, Hund, Zelt – und das, was man wirklich braucht.

Mit dem Autohome Columbus Variant M steht nun ein Modell auf dem Prüfstand, das genau für dieses Szenario gebaut scheint. „Einsteigen, aufklappen, losleben“ – so beschreibt der Hersteller sein Konzept. Reduziert, schnell, unabhängig. Ein Dachzelt für alle, die nicht lange überlegen wollen, sondern einfach losfahren.

Ankommen, montieren, losfahren

Die Abholung bei Abenteuerdachzelt verläuft reibungslos. Kurze Einweisung, wenige Handgriffe – dann sitzt das Zelt auf dem Dach unseres Škoda Karoq. Kein Offroad-Gigant, kein Expeditionsfahrzeug. Ein halbwegs geländegängiges Alltagsauto. Genau deshalb passt es. Denn die entscheidende Frage bleibt: Funktioniert ein Dachzelt auch im ganz normalen Leben?

Die Montage dauert knapp eine Stunde. Präzision zählt. Sitzt das Zelt zu weit hinten, blockiert die Heckklappe beim Öffnen. Ein paar Zentimeter entscheiden darüber, ob Alltag und Abenteuer zusammenpassen – oder sich gegenseitig im Weg stehen. Die richtige Montage ist alles, bei Abenteuerdachzelt weiß man zum Glück worauf es ankommt.

Gewicht: Zahlen, die man nicht ignoriert

Autohome gibt das Gewicht mit rund 60 Kilogramm an. Schwankungen sind wohl möglich. Ein Wert, der zunächst handlich wirkt. Schnell wird aber klar: dieses Dachzelt hebt man nicht alleine aufs Auto. Zwei Personen braucht es mindestens – oder wie bei Abenteuerdachzelt einen Hochhubwagen. Schieben, justieren, festschrauben und das Dachzelt sitzt. 

Auf der Straße: Leise, stabil, unaufgeregt

Die ersten Kilometer verlaufen unspektakulär – im besten Sinne. Das Zelt liegt flach auf, die integrierten Montageschienen sorgen dafür, dass es satt auf den Dachträgern sitzt. Nichts hebt ab, nichts arbeitet sichtbar. Fahrgeräusche sind nur bei höheren Geschwindigkeiten wegen dem höheren Luftwiderstand zu hören, aber vollkommen im Rahmen. 

Autohome verlangt breite Dachträger, mindestens so breit wie das Zelt selbst. Falls sie kürzer sind, helfen zusätzliche Schienen, die unter dem Zelt montiert werden und das Gewicht verteilen. Abenteuerdachzelt hält diese Schienen bereit. 

Auch bei Tempo bleibt das System ruhig. Kein auffälliges Wackeln, kein nervöses Verhalten. 130 km/h lassen sich problemlos fahren. 

Aufbau: Schnell – mit einem kleinen Umweg

Der Aufbau beginnt simpel. Eine Schnalle lösen, die Hartschale anheben. Doch ganz so mühelos, wie es aussieht, ist es nicht. Ein kräftiger Impuls ist nötig, und wer allein unterwegs ist, merkt schnell, dass er sich einmal ums halbe Auto bewegen muss, um die Schale sauber aufzustoßen.

Nach etwas Kraftaufwand greift die Mechanik. Gasdruckfedern übernehmen, heben das Zelt nach oben, spannen den Raum auf.

Und plötzlich steht es.
In etwa einer Minute.

Ein Wert, der beeindruckt – und der in dieser Testreihe Maßstäbe setzt. Der Abbau geht noch schneller. Ein Band greifen, die Schale nach unten ziehen, Stoff verstauen, Schnalle schließen. Fertig. Zwei Minuten reichen.

Hier zeigt sich eine Stärke, die im Alltag zählt.

Wohnen über dem Boden

Innen überrascht das Zelt mit Klarheit. Kein unnötiger Schnickschnack, keine Spielereien. Raum, Luft, Funktion.

Allein mit Hund wirkt es großzügig. Auch zu zweit lässt es sich gut nutzen. Für Familien hingegen bleibt es zu kompakt. Die Liegefläche von 135 x 210 Zentimetern bietet genug Platz zum Ausstrecken, ohne Engegefühl – solange man die schräge Dachform akzeptiert. Die kann, je nach Empfinden, auch begrenzen.

Die Matratze dagegen überzeugt. Mit rund acht Zentimetern wirkt sie deutlich komfortabler als beim ersten Testkandidaten. Fest, stabil, angenehm. Hier lässt sich mehrere Nächte bequem drauf schlafen.

Die Höhe im Inneren überrascht. An der höchsten Stelle lassen sich knapp 1,50 Meter erreichen. Kein aufrechtes Stehen, aber genug, um sich zu bewegen, sich im gebückten Stehen umzuziehen oder bequem zu sitzen.

Details: Durchdacht mit kleinen Lücken

Die Fenster lassen Luft hinein und halten Insekten draußen. Zwei seitliche Einstiege, ein größeres Fenster nach hinten – das schafft Flexibilität. Nur dort, wo die Hartschale die Front bildet, bleibt es geschlossen.

Der Einstieg liegt frei. Kein Vordach, kein Schutz. Bei Regen wird das schnell spürbar.

Doch das Zelt denkt mit. Überhänge an den Fenstern lassen sich nach innen stopfen und halten Wasser zuverlässig draußen. Selbst bei Regen bleibt das Innere trocken.

Wer es dunkel braucht zum schlafen wird hier nicht glücklich. Die Zeltwände sind lichtdurchlässig. Mit der Sonne wir es auch im Inneren des Dachzelts hell.

Im Inneren gibt es Taschen zum Verstauen von Gegenständen, sowie ein Licht an der Decke.

Ein kleiner Bruch im Gesamtbild zeigt sich bei der Leiter. Die mitgelieferte Variante erinnert eher an eine einfache Poolleiter als an ein robustes Outdoor-Element. Hier bessert Abenteuerdachzelt nach und liefert stabilere Teleskopleitern – ein Detail, das den Unterschied macht.

Alltag: Einfach bleiben, losfahren

Und dann kommt der Moment, in dem dieses Zelt große Stärke zeigt.

Man muss nichts ausräumen.

Schlafsack, Kissen, Decke – alles bleibt drin. Das spart Zeit, reduziert Aufwand, macht den Aufbruch leichter. In Kombination mit dem schnellen Auf- und Abbau entsteht genau das, was viele suchen: ein System, das mitdenkt.

Wer häufig den Standort wechselt, wird das spüren. Dieses Dachzelt will unterwegs sein. Ideal für Roadtrips.

Fazit: Weniger Raum, mehr Tempo

Der zweite Test unserer Reihe bringt Klarheit.

Das Autohome Columbus Variant M setzt nicht auf Größe, sondern auf Geschwindigkeit. Nicht auf maximale Ausstattung, sondern auf einfache Abläufe. Es funktioniert dort, wo andere Systeme kompliziert werden.

Es ist kein Zelt für Familien.
Es ist ein Zelt für Bewegung.

Für Menschen, die nicht bleiben, sondern weiterfahren. Für alle, die Freiheit nicht planen, sondern nutzen wollen.

Und genau deshalb passt es perfekt in diese Testreihe. Denn Dachzelte versprechen viel. Ob sie dieses Versprechen halten, zeigt sich nicht im Prospekt – sondern draußen, irgendwo zwischen Straße, Himmel und dem nächsten Ziel.

Gewinnspiel Abenteuerdachzelt

Wiesbaden lebt! verlost einen Gutschein für Abenteuerdachzelt und Eure persönliche Premiere in einem Dachzelt. Der Gutschein gilt für fünf Tage. Gegen Aufpreis kann man aber auch gerne länger mit dem Autohome Dachzelt unterwegs sein. 
Wenn Ihr einen Camping-Urlaub mit Dachzelt gewinnen möchtet, schreibt uns eine E-Mail mit Eurem Namen, Anschrift und der E-Mail-Adresse – und dem Betreff „Abenteuerdachzelt“.

Der Einsendeschluss ist Monatg, 25. Mai 2026, 17:00 Uhr. Die Gewinner werden von der Redaktion am 26. Mai per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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