Eigentlich sollte die Sprühnebelanlage auf dem Dern’schen Gelände in den nächsten Tagen in Betrieb gehen. Sie steht aber unter keinem guten Stern.
Am Freitagvormittag, 26. Juni, fuhr ein Lkw rückwärts gegen die Anlage und beschädigte Sprühnebelanlage so stark, dass ein Betrieb derzeit ausgeschlossen ist. Noch am selben Tag ließ die Stadt die Sprühnebelanlage abbauen. Sie soll nun schnellstmöglich repariert werden. Wann sie wieder einsatzbereit sein wird, ist allerdings völlig offen.
Damit erlebt das Projekt einen erneuten Rückschlag. Bereits zur offiziellen Vorstellung der beiden Anlagen am Donnerstag hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass ausgerechnet die Installation auf dem Dern’schen Gelände wegen eines defekten Bauteils später als geplant starten könne. Nun ist aus dem technischen Problem ein erheblicher Schaden geworden. Für Besucher der Innenstadt bedeutet das: Auf die erhoffte Erfrischung an diesem Standort müssen sie vorerst verzichten.
Kochbrunnenplatz bleibt in Betrieb
Anders sieht die Lage am Kochbrunnenplatz aus. Dort ging die erste Sprühnebelanlage bereits am Donnerstag erfolgreich in Betrieb. Nach Angaben der Stadt arbeitet sie planmäßig und spendet an heißen Tagen feinen Wassernebel, der Passanten beim Aufenthalt in der Innenstadt Abkühlung verschafft.
Die beiden Anlagen gehören zu einem Pilotprojekt des Umweltamts im Rahmen des städtischen Hitzeaktionsplans. Mit ihnen reagiert Wiesbaden auf die zunehmende Zahl heißer Sommertage und will die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern. Das Material für eine dritte Anlage auf dem Pariser Platz steht bereits in den Startlöchern. Nach Auskunft der dahinter stehenden Privatinitiative soll diese in den kommenden zwei Wochen in Betrieb gehen.
Rückschlag für den Hitzeaktionsplan
Der Unfall zeigt, wie anfällig neue Infrastruktur im dicht genutzten Innenstadtbereich sein kann. Während die Anlage am Kochbrunnenplatz ihren Zweck erfüllt, bleibt der zweite Standort vorerst eine Baustelle.
Symbolfoto – Sprühnebelanlage auf dem Kranzplatz / Kochbrunnenplatz ©2026 Volker Watschounek
Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Mitte lesen Sie hier.
So kämpfen Städte um jedes Grad weniger: auch Wiesabden.





