Wölfe fühlen sich wieder wohl in Deutschland. Das war nicht immer so. Erst seit der Wiedervereinigung zählt der Wolf hier zu den geschützten Tierarten.

Am Samstag und Sonntag dreht sich im Wiesbadener Tier- und Pflanzenpark Fasanerie alles um Wölfe. Die Tierpfleger geben Auskunft darüber wo Wölfe in Deutschland vor allem leben, wie gefährlich die Begegnung mit einem Wolf wirklich ist – und wie man einen Wolf von einem Hund unterscheidet.

Fasanerie, kurzgefasst

Natur erleben – „Wolfstage in der Fasanerie
Wann: Samstag und Sonntag, 7. und 8. April 2018, 11:00 bis 17:00 Uhr
Wo: Tier- und Pflanzenpark Fasanerie, Wilfried-Ries-Str. 22, 65195 Wiesbaden (Navigation / Karte)

Um sich auf den Tag in der Fasanerie einzustimmen – auch um die Experten am Infostand mit eigenem Wissen zu überraschen, haben wir Ihnen aktuelle Fakten zum Thema Wolf zusammengestellt. Erwähnt sei auch, dass Deutschlands Wolfsexperte Ulrich Wotschikowsky eine Woche später, am 13. April, 18:00 Uhr,  im neuen Schützenhaus an der Fasanerie einen Vortrag über Wölfe halten wird.

Wölfe in Deutschland

Im vergangenem Jahr wurden in Deutschland 60 Wolfsrudel und 13 Wolfspaare gezählt. Laut dem Naturschutzbund Deutschland e.V. verteilen sich die Wölfe wie folgt: (1) Bayern: 2 Wolfspaare, (2) Brandenburg: 22 Rudel, 3 Wolfspaare, (3) Mecklenburg-Vorpommern: 3 Rudel, (4) Niedersachsen: 10 Rudel, 4 Wolfspaare, 2 Einzeltier (5) Sachsen: 14 Rudel, 4 Wolfspaare, (6) Sachsen-Anhalt: 11 Rudel, (7) Thüringen: 1 Einzeltier.

Wolfspopulation

Nachdem Wölfe, insbesondere in West-Deutschland lange als ausgerottet galten, nimmt die Population rasant zu, Laut Modellrechnungen von Forschern zufolge gibt es bundesweit bei einer Reviergröße von rund 200 Quadratkilometern Platz für etwa 440 Rudel: so die Durchschnittswerte und Obergrenzen des Naturschutzbundes Deutschland e.V.

Der, der einem Wolf begegnet

Durch die Ausbreitung der Wölfe werden auch Begegnungen mit den Menschen immer wahrscheinlicher. Als Mensch muss man sich dennoch nicht fürchten. Einfache Verhaltensregeln reichen meist aus, um sich entsprechend zu schützen:

(1) Verhalten Sie sich ruhig. Bleiben Sie stehen und halten Sie Abstand zum Wolf.
(2) Rennen Sie nicht weg. Gehen Sie langsam rückwärts und sprechen Sie dabei laut mit dem Wolf.
(3) Sollte der Wolf reagieren und weglaufen, stoppen Sie. Schreien Sie den Wolf an, klatschen Sie in die Hände. Machen Sie sich groß, um ihn einzuschüchtern.
(4) Sind Sie mit Ihrem Hund unterwegs, leinen Sie ihn bitte grundsätzlich an und führen Sie ihn nahe bei sich. Sollte sich ein Wolf trotzdem nähern, rufen Sie laut und klatschen Sie in die Hände, um Ihre Anwesenheit deutlich zu machen.
(5) Locken Sie keine Wölfe an und füttern Sie diese keinesfalls.
(6) Melden Sie Wolfsbegegnungen an die zuständigen Länderbehörden. In Hessen und Wiesbaden erreichen Sie die hessischen Wolfsbeauftragten über die Wolfshotline: 0611/ 815 3999.

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