Im Briefkasten liegt in den nächsten Tagen ein Schreiben der Stadt. Da steht zum Beispiel drin: „Für die am 24. September stattfindenden Wahlen berufe ich Sie zunächst zur 2. Beisitzerin“. Das ist schmeichelhaft.

In den nächsten Tagen erhalten rund 4.000 zufällig ausgewählte wahlberechtigte Wiesbadener eine „Wahlsendung“ der besonderen Art. Und nein, es ist keine Wahlwerbung und es sind auch nicht die Unterlagen für die Briefwahl. Der Oberbürgermeister wendet sich mit dem Schreiben an die zufällig ausgewählten Wahlberechtigte, und informiert sie darüber, das Fortuna es gut mit Ihnen meint. Die angeschriebenen Wahlberechtigten werden werden gebeten, am Tag der Bundestagswahl am 24. September 2017 als Wahlhelferin und -helfer in einem Wahlvorstand zu asistieren..

Wahlhelfer im Ehrenamt für 35 Euro

Stimmzellet zu der Bundestagswahl 2009. Bild: Awaya Legends // CC-BY / Flickr

Stimmzellet zu der Bundestagswahl 2009. Bild: Awaya Legends // CC-BY / Flickr

Wiesbaden hat zurzeit rund 290.000 Einwohnerinnen und Einwohner, von denen etwa 190.000 wahlberechtigt sind. Um eine Stimmabgabe in der Nähe der Wohnung zu ermöglichen, ist das gesamte Stadtgebiet in 190 Wahlbezirke eingeteilt. Hinzu kommen noch 67 Briefwahlvorstände. Für jeden dieser Wahlbezirke werden bis zu neun ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger gesucht, die zusammen einen Wahlvorstand bilden, der die Stimmabgabe und die Stimmenauszählung am Wahlsonntag kontrolliert. Dafür wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 35 Euro gezahlt.

Das Kleingedruckte

Auch wenn die ausgewählten Personen in dem Anschreiben gebeten werden, sich für die ehrenamtliche Tätigkeit am Tag der Bundestagswahl zur Verfügung zu stellen, sollten Sie wissen, dass sie gesetzlich dazu verpflichtet sind das Amt anzunehmen. Nur bei Krankheitsfällen oder mit dem Job begründeten Ausfällen darf man sich dem Amt entziehen. Nimmt jemand das Wahlhelferehrenamt nicht an, kann keinen Ablehnungsgrund dafür nennen oder fehlt sogar unentschuldigt, so kann die zuständige Behörde ein Ordnungsgeld verhängen. In Berlin kann es bis zu 1000 Euro betragen.

Freiwillige Wahlhelfer

Aber auch Wiesbadener, die nicht zu den zufällig ausgewählten Personen gehören und sich dennoch für ein Wahlhelferamt interessieren, können sich an das Wahlamt, Postfach 39 20, 65029 Wiesbaden, Telefon (0611) 314501, wenden.

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