Schluss mit ABM-Stellen: Politik und Arbeitsagentur wollen im großen Stil Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt integrieren. Die Stadt Wiesbaden geht als gutes Beispiel voran.

Das Wiesbadener Rathaus will bis zu 50 Langzeitarbeitslose einstellen. Das freut Wiesbadens Sozial- und Integrationsdezernenten, Christoph Manjura ganz besonders. Es sei ein wichtiges Signal, dass die Stadt als kommunaler Arbeitgeber vorangeht und langzeitarbeitslosen Menschen eine Perspektive bietet und damit stärker als bisher soziale Verantwortung übernehme, so Manjura. Unterstützt wird er in seinen Bestrebungen von Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der gleichzeitig Personaldezernent ist.

„Unsere Stadtverwaltung kann vielfältige Möglichkeiten für Menschen bieten, die nach Jahren der Arbeitslosigkeit endlich wieder ihre Kompetenzen unter Beweis stellen wollen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Der Bundesgesetzgeber hat aufgrund der positiven Erfahrungen aus dem ESF–Bundesprogramm zum Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit (2015 bis 2020), an dem sich auch das Kommunale Jobcenter der Landeshauptstadt Wiesbaden beteiligt, zum 1. Januar  2019 den neuen Paragraf 16i – Teilhabe am Arbeitsmarkt als Regelinstrument ins SGB II eingeführt, mit dem Langzeitbeziehenden ab 25 Jahren mit mindestens sechs Jahren Leistungsbezug innerhalb der zurückliegenden letzten sieben Jahre im SGB II die Chance auf Teilhabe am Arbeitsmarkt eröffnet werden soll.

„Die Erfahrungen zeigen, dass es zur Stabilisierung der neuen Arbeitsverhältnisse einer intensiven Betreuung aller beteiligten Seiten  bedarf (Coaching). Nur so lassen such die Beschäftigungsverhältnisse sichern und damit nachhaltig zu gestalten.“ – Christoph Manjura

Das Coaching der Zielgruppe wird von erfahrenen Mitarbeitenden der Kommunalen Arbeitsvermittlung übernommen. Diese stehen den Ämtern der Stadtverwaltung, die für den Magistrat als Einsatzstellen dienen sollen, als Ansprechpartner zur Verfügung. Insgesamt können in Wiesbaden von der Neuregelung etwa 2.400 Personen profitieren. Daher werden nach wie vor auch gemeinnützige, öffentliche und gewinnorientierte Unternehmen gesucht, die sich bereit erklären, Langzeitarbeitslosen eine Chance zur Teilhabe am Arbeitsmarkt bieten. Arbeitergeber können hierbei Lohnkostenzuschüsse von 100 Prozent bis 70 Prozent (degressiv ausgestaltet) für die Dauer von fünf Jahren erhalten; 100 Prozent in den ersten beiden Jahren der Beschäftigung. Interessierte Unternehmen werden daher gebeten, sich im Kommunalen Jobcenter Wiesbaden per Mail an kommAV@wiesbaden.de zu wenden.(Bild©2019 Flickr | Gauthier Delecroix | CC BY 2.0).

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