Heute am 10. September wird es laut: Beim bundesweiten Warntag testet auch Wiesbaden seine Sirenen, Warnapps und Cell Broadcast.
Wer um Punkt 11 Uhr in Wiesbaden einen Sirenenton hört oder eine Warnmeldung auf dem Smartphone entdeckt, muss sich keine Sorgen machen. Dahinter steckt kein Unfall, kein Ernstfall, sondern der bundesweite Warntag. Bund, Länder und Kommunen prüfen zusammen, ob ihre Warnsysteme funktionieren und die Bevölkerung im Notfall schnell erreichbar ist.
Auf den Notfall vorbereitet
Ob Stromausfall, Hochwasser oder Cyberangriff – Krisen können den Alltag plötzlich verändern. Der bundesweite Warntag erinnert deshalb daran, wie wichtig persönliche Vorsorge ist. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, Lebensmittel, Trinkwasser und wichtige Medikamente für mindestens drei Tage im Haus zu haben. Ideal ist ein Vorrat, der einen Haushalt zehn Tage versorgen kann.
Bei der Auswahl der Vorräte sollten persönliche Bedürfnisse berücksichtigt werden – etwa Allergien, Kinder oder Haustiere. Sinnvoll sind haltbare Lebensmittel, die ohne Kühlung auskommen und möglichst ohne langes Kochen verzehrt werden können. Außerdem empfiehlt das BBK, pro Person täglich rund zwei Liter Wasser einzuplanen, davon etwa einen halben Liter zum Kochen.
Weitere Tipps und Checklisten zur Krisenvorsorge bietet der Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des BBK. Er erläutert, wie sich Haushalte auf unterschiedliche Notlagen vorbereiten können und welche Maßnahmen im Ernstfall sinnvoll sind
Zum Ablauf: Um 11 Uhr ertönen die Sirenen für eine Minute mit einem auf- und abschwellenden Heulton. Um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung: Dann ist für eine Minute ein gleichbleibender Dauerton zu hören. Eine Rückmeldung an die Stadt ist nicht nötig. Die Sirenenprobe soll vor allem dafür sorgen, dass die Signale im Gedächtnis bleiben.
Warntag erreicht auch Smartphones
Parallel löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zentral einen Probealarm aus. Über das Modulare Warnsystem MoWaS gehen Meldungen unter anderem an die Warnapps NINA, Katwarn und hessenWarn.
Hinzu kommt Cell Broadcast. Dabei verschicken die Mobilfunknetze eine Warnmeldung direkt an geeignete Smartphones, die zu diesem Zeitpunkt in einer Funkzelle eingebucht sind. Anders als bei einer Warnapp müssen Nutzer dafür keine zusätzliche Anwendung installieren.
Auch digitale Anzeigetafeln gehören in Wiesbaden zum Warnmix.
Techniktest für den Ernstfall
Der Warntag soll allerdings nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen. Bund, Länder, Kreise und Kommunen testen damit ihre technische Infrastruktur. Fehler und Schwachstellen sollen gerade bei der Probe auffallen, damit die Verantwortlichen sie anschließend beheben können.
Gleichzeitig erinnert der bundesweite Warntag daran, dass Warnungen heute über mehrere Kanäle laufen. Denn im Ernstfall zählt nicht allein, dass eine Nachricht verschickt wird. Sie muss die Menschen auch erreichen – möglichst schnell und unabhängig davon, welches Warnmittel sie gerade nutzen.
Weitere Hinweise zum Bevölkerungsschutz stellt die Stadt Wiesbaden auf ihrer Internetseite bereit. Informationen zum bundesweiten Warntag gibt es außerdem beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
Foto oben ots – Warntag – Freiwillige Feuerwehr Alpen, übermittelt durch news aktuell
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Die Internetseite Warnung der Bevölkerung finden Sie unter www.wiesbaden.de.



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