Eine „arkadische Landschaft“ mit Landhäusern stellte sich Wiesbadens großer Stadtplaner Christian Zais auf der Anhöhe vor, doch waren die Anfänge der besoderen Umstände wegen eher bescheiden.

Die schwierige Hanglage machte es den Archtekten nicht leicht und so dauere es einige Zeit, bis sich Archtikten nicht zuletzt wegen des Baugrundmangels an die besonderen Herausvorderungen heran wagten. Christian Zais war einer von ihnen.

Stadtführung, kurzgefasst

Stadtführung: „Von Menschenfreunden und vornehmen Herrschaften“
Wann: Ostersonntag, 16. April 2017
Uhrzeit: 15:00 Uhr (etwa 2 1/2 Stunden)
Wo: Wiesbadener Villenviertel
Treffpunkt: Kochbrunnen am Kochbrunnenplatz (Karte / Navigation)
Teilnahme: 8,00 Euro

Die Karten für beide EntdeckungsTouren sind vor Ort zu haben; Reservierungen werden unter der Telefonnummer 0611 / 507427 gerne entgegen genommen.

Christian Zais, Wiesbadens großer Stadtplaner des frühen 19. Jahrhunderts, wollte die Höhen oberhalb von Sonnenberger Weg und Taunusstraße als „arkadische Landschaft“ mit vornehmen Landhäusern bebaut wissen. Die Anfänge von Geisbergstraße, Kapellenstraße und Dambachtal waren jedoch eher bescheiden.

Zwischen Nerotal und Dambachtal

Entlang des unteren Steinhohlwegs entstand nach seinen Plänen ein Kleine-Leute-Viertel für Bauern und Gewerbetreibende in der Tradition der „Herzoglichen Baugnaden“. Professor Remigius Fresenius, der 1848 sein „Laboratorium“ eröffnete, drängte auf die Umbenennung der Straße, die sich schließlich in ihrem weiteren Verlauf auf der Anhöhe zwischen Nerotal und Dambachtal zu einer der schönsten Wiesbadener Wohnstraßen mit herrlichen Villen mauserte.

Unnützes Wissen

Christian Zais prägt mit seinem gesamtplanerischen Stadtentwurf bis heute die Innenstadt von Wiesbaden. So entwarf und errichtete Zais etwa zwischen 1808 und 1811 das frühere Alte Kurhaus Wiesbaden, 1813 das Erbprinzenpalais an der Wilhelmstraße oder das durch alliierte Bomber im Februar 1945 zerstörte Hotel „Vier Jahreszeiten“.

Chrstian Zais und sein Ansehen in Wiesbaden

Bei den Wiesbadenern der damaligen Zeit war Zais alles andere als beliebt. Als er 1805 nach Wiesbaden kam, gab es zwar bereits ein bescheidenes Kurwesen, das auf mittelalterlichen und sogar römischen Traditionen beruhte, jedoch war die Stadt weit von ihrem späteren Ruf als „Weltkurstadt“ entfernt.

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