Die Bälle müssen einem nicht um die Ohren fliegen. Für die Aachener Volleyballerinnen erwiesen sich mit Maß gelegte Bälle als Mittel zum Sieg. Der VCW hatte das nachsehen.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeberinnen, die sich von Anfang an eine teils deutliche Führung erspielten, die zur Satzmitte bis zum 19:14 anwuchs. Die VCW-Spielerinnen schafften es, sich immer besser auf das Aachener Spiel einzustellen und blieben gleichzeitig bei der Taktik, mit viel Kraft anzugreifen. Besonders Frauke Neuhaus und Marijeta Runjic machten ab der Satzmitte Punkt um Punkt und brachten den VCW plötzlich mit 20:19 in Führung. Doch nach einem misslungenen Zuspiel riss die Sieben-Punkte Serie. Mit 20:20 ging es in die Crunch-Time, in der die Ladies in Black ihre Spielweise von gelegten Bällen auf harte Angriffsschläge änderten – mit Erfolg. Vor allem Kristina Kicka nutze ihre Punktchancen und brachte die VCW-Abwehr ins Straucheln. Mit 25:22 endete der erste Satz schließlich zugunsten der Gastgeberinnen.

„Wir uns nicht verrückt machen lassen und daran geglaubt, dass wir den Satz für uns entscheiden.“ – Frauke Neuhaus.

Voller Spannung und Dramatik ging es in den zweiten Satz. Der VCW legte in der Regel einen Punkt vor, aber konnte sich nicht absetzen, denn die Aachenerinnen ließen sich nicht abschütteln und glichen regelmäßig wieder aus. Mit einer 20:19-Führung aus VCW-Sicht ging es in die Schlussphase. Dieses Mal behielten die VCW-Spielerinnen einen kühlen Kopf und vertrauten auf ihre Qualitäten. Mit 24:22 erarbeiteten sich Ashley Evans, Selma Hetmann und Co. zwei Satzbälle, welche die Aachenerinnen jedoch zum 24:24 abwehren konnten. Dann punktete Frauke Neuhaus mit Mut zum 25:24. Den Satzball verwandelte anschließend Anna Wruck mit einem starken Blockpunkt zum 26:24 und 1:1-Satzausgleich.

„Alles in allem hat das Team eine gute Leistung abgeliefert und hätte das Spiel im vierten Satz gewinnen können. Leider waren wir´ in der Schlussphase nicht fokussiert genug,weshalb die geringe Punkteausbeute im Endspurt um die Play-offs schmerzt.“  – Christian Sossenheimer, VCW-Cheftrainer

Die beste Leistung lieferte der VCW im vierten Satz ab. Die Grundlage für den 25:16-Erfolg waren besonders starke Aufschläge, die Aachens Abwehr in die Bredouille und das Angriffsspiel leicht ausrechenbar machten. Dazu kam viel Angriffslust auf Seiten des VCW. 63 Prozent Angriffseffizienz und dazu vier Blockpunkte sprechen eine deutliche Sprache.

VCW stand sich im Weg

Den vierten Abschnitt hätte der VCW ebenfalls für sich entscheiden können. Mit einer 4:0-Führung konnte zunächst der Schwung aus dem dritten Satz mitgenommen werden, doch die Gastgeberinnen dachten erst gar nicht daran, das wichtige Spiel herzugeben. Die Angriffseffizienz steigerte sich deutlich und der Kampfgeist kam zurück in das Spiel der Ladies in Black. In der Satzmitte wechselte die Führung hin und her. Zum Beginn der Crunch-Time war dann der VCW hauchdünn mit 20:18 vorne und hatte das Momentum eigentlich auf seiner Seite. Wie aus dem nichts Schlug das Pendel plötzlich zugunsten der Aachenerinnen aus, die sich mit 22:21 in Führung schmetterten. Diesen knappen Vorsprung konnten die Gastgeberinnen auch mit 25:23 ins Ziel tragen und der Tie-Break musste über Sieg oder Niederlage entscheiden. 

„Das Spiel war von Anfang bis Ende sehr umkämpft und wir haben alles gegeben, um nach dem Hinspiel auch das Rückspiel für uns zu entscheiden. Im vierten und im fünften Satz war Aachen einfach einen Tick wacher und hat das Spiel am Ende nicht unverdient knapp für sich entscheiden können.“ – Frauke Neuhaus

Im Entscheidungssatz merkte man den VCW-Spielerinnen die schwindende Kraft an, während die Aachenerinnen noch einmal in Höchstform aufspielten. Von Anfang an hatten sie einen leichten Vorteil vor dem VCW und eine Führung, die sich im Verlauf des Tie-Breaks stetig erhöhte. Mit 15:9 ging der Tie-Break am Ende verdient an die Gastgeberinnen, die sich damit zwei weitere Tabellenpunkte sichern konnten. Der VCW muss sich hingegen mit einem weiteren Tabellenpunkt zufriedengeben.

1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2020.2021, 20. Spieltag, Ergebnisse

Heim Gast Ergebnis / Sätze
Erfurt Aachen 2:3 / 100:102 (14:25 25:21 23:25 25:16 13:15)
Aachen Wiesbaden 3:2 / 105:105 (25:22 24:26 16:25 25:23 15:9)

1. Volleyball Bundesliga, Damen, 2020.2021, 20. Spieltag, Tabelle

# Mannschaft Spiele Sätze Siege Punkte
1 Dresdner SC 18 15 45:12 45
2 Allianz MTV Stuttgart 18 15 47:15 45
3 SSC Palmberg Schwerin 18 13 44:26 38
4 SC Potsdam 18 11 40:26 35
5 Rote Raben Vilsbiburg 18 10 38:29 32
6 VfB Suhl LOTTO Thüringen 18 11 37:29 30
7 NawaRo Straubing 19 7 23:41 21
8 Ladies in Black Aachen 18 6 27:45 16
9 USC Münster 18 5 23:45 16
10 VC Wiesbaden 18 4 24:46 14
11 Schwarz-Weiß Erfurt 17 2 15:49 5

Ausblick: VCW …

Das nächste Auswärtsspiel steht für den VCW bereits am Samstag an. Dann geht es gegen Allianz MTV Stuttgart. Die Partie startet um 19:30 Uhr und wird live und kostenlos auf sporttotal.tv übertragen.

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Die offizielle Internetseite des VC Wiesbaden finden Sie unter www.vc-wiesbaden.de.

 

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