Mit dem Umweltpreis 2026 ehrt Wiesbaden drei Projekte, die Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Ressourcenschutz fördern.
Was als lokales Nachbarschaftsprojekt begann, gilt inzwischen als Vorbild für mehr Artenvielfalt in der Stadt: Der ArtenGarten Wiesbaden Komponistenviertel hat den Umweltpreis 2026 der Landeshauptstadt Wiesbaden gewonnen. Die Auszeichnung wurde am Freitag, dem Internationalen Tag der Umwelt, im Rathaus verliehen.
Gewinnerprojekte Umweltpreis
2024
Initiativgruppe Ideen für Biebrich e.V. / Naturoasen in der Stadt: Trittsteinbiotope entlang der „Lebensadern Biebrich“
Jugendliche des Stadtteilzentrums Gräselberg / Klima-Laube mit Photovoltaik-Anlage für Jugendliche am Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Gräselberg
SoLaWie e.V. (Preisträger NVN) / Weiterentwicklung der Solidarischen Landwirtschaft Wiesbaden – für eine nachhaltige, ökologische und lokale Produktion von Lebensmitteln
Frühere Projekte
2022
Replant Wiesbaden / Aufforstung des Wiesbadener Waldes und dadurch Entzug von CO2 aus der Atmosphäre
Verein Lebensmittelrettung Wiesbaden e.V. / ermeidung von Lebensmittel- und Warenverschwendung
Sonderpreis Nassauischer Verein für Naturkunde e.V.
Diesterwegschule: Wir machen der Umwelt den Hof
Spielplatz Erde: Mit Robin durch die Natur
2020
Kita Amöneburg e.V. / „Grünes Küken – Gemeinsam machen wir uns fit für unsere Zukunft“
Pestalozzischule Wiesbaden / “Nachhaltiges Wirtschaften im Schulgarten mit Grundschülern der Pestalozzischule“
Stadtgemüse Wiesbaden e.V.: „Die FoodCoop für Wiesbaden und Umgebung“
2018
Kiezkaufhaus Wiesbaden / „Kiezkaufhaus – lokal liefern lassen mit Cargo-Bikes“
Klasse 1b der Jahn-Schule Wiesbaden / „Trenndie! Müllsammelaktion und soziales Engagement“
Zusatzpreis
Dietrich Kröger: „Engagement für Streuobst in Wiesbaden-Breckenheim“
Die Initiative erhielt den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis. Aus Sicht der Jury verbindet das Projekt auf besonders überzeugende Weise Naturschutz, Klimaanpassung und bürgerschaftliches Engagement. Im Komponistenviertel wurden Flächen entsiegelt, heimische Pflanzen gesetzt und strukturreiche Lebensräume für Insekten geschaffen. Regenwasser wird vor Ort zurückgehalten und genutzt, statt ungenutzt in die Kanalisation abzufließen.
Bürgermeisterin und Umweltdezernentin Christiane Hinninger betonte bei der Preisverleihung, der Umweltpreis zeige, „wie kreativ, engagiert und lösungsorientiert Natur- und Klimaschutz sein kann“.
Kita setzt auf Reparieren statt Wegwerfen
Den zweiten Preis und 750 Euro erhielt das Kita-Projekt „Mit den Händen denken“. Im Mittelpunkt steht eine Werkbank, an der Kinder Möbel und Spielgeräte reparieren oder umgestalten. Das Projekt vermittelt schon früh einen bewussten Umgang mit Ressourcen und erreicht nach Angaben der Initiatoren jedes Jahr rund 100 Kinder.
Ebenfalls mit 750 Euro wurde das Wiesbadener Unternehmen Eve + Olive ausgezeichnet. Mit seinem Konzept „Closing the Loop“ entwickelt es mitwachsende Babykleidung aus Zellulosefasern, die mehrfach recycelt werden können. Nach Unternehmensangaben verbraucht die Herstellung bis zu 95 Prozent weniger Wasser als konventionelle Baumwollprodukte.
24 Bewerbungen eingereicht
Insgesamt lagen der Jury 24 Bewerbungen von Schulen, Kitas, Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen vor. Der Umweltpreis wird seit 2010 alle zwei Jahre vergeben und soll Projekte sichtbar machen, die nachhaltige Entwicklungen in Wiesbaden fördern.
Symbolfoto ©2026 Volker Watschounek
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Die Internetseite zum Wiesbadener Umweltpreis finden Sie unter www.wiesbaden.de.




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