Nach zwei Remis wächst beim SV Wehen Wiesbaden der Glaube. Gegen Waldhof Mannheim soll nun der erste Saisonsieg folgen.
Vier Spiele, zwei Punkte – auf den ersten Blick liest sich die Bilanz des SV Wehen Wiesbaden ernüchternd. Doch Daniel Scherning schaut vor dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim bewusst nicht auf die Tabelle. Der Trainer richtet den Blick auf das, was seine Mannschaft zuletzt gezeigt hat: Widerstandskraft, Entwicklung und neues Selbstvertrauen.
SV Wehen Wiesbaden – Waldhof Mannheim, kurz gefasst
3. Liga – SV Wehen Wiesbaden – Waldhof Mannheim
Kosten: ab 15,00€
Wann: Sonntag, 13. September 2026, 16:30 Uhr
Wo: BRITA Arena Berliner Straße 9, 65189 Wiesbaden
Nach den beiden Unentschieden gegen Rot-Weiss Essen und Hansa Rostock sieht der Coach deutliche Fortschritte. Gerade das 1:1 in Rostock habe gezeigt, dass seine Mannschaft auch nach Rückschlägen stabil bleibe. Der Rückstand kurz nach der Pause habe das Team nicht aus der Bahn geworfen. Stattdessen übernahm Wiesbaden zunehmend die Kontrolle, erspielte sich Chancen und verdiente sich den Punktgewinn. „Der Glaube an uns selbst ist entscheidend“, betont Scherning.
Besonders zufrieden zeigte sich Scherning mit den Einwechselspielern. Gegen Rostock sorgten Raul Paula als Vorbereiter und Simon Stehle als Torschütze für den Ausgleich. Genau diese Qualität habe den SVWW bereits in der vergangenen Saison ausgezeichnet.
Personell hat der Trainer nahezu freie Auswahl. Lediglich Sinan Kaya wird weiterhin fehlen. Ansonsten standen alle Profis auf dem Trainingsplatz. Selbst Spieler, die zuletzt leicht angeschlagen waren, hinterließen laut Scherning einen starken Eindruck. Besonders die Energie in den Trainingseinheiten habe ihm gefallen.
Waldhof kommt mit gefährlicher Offensive
Mit Waldhof Mannheim wartet allerdings ein Gegner, den Scherning nur schwer einschätzen kann. Nach Trainerwechsel und zahlreichen Neuzugängen befindet sich der Traditionsverein noch im Umbruch. Gleichzeitig verfüge Mannheim über enorme Qualität im Offensivspiel. Mal agieren die Kurpfälzer im 4-3-3, mal im 3-4-3. Besonders über die Flügel entwickelt Mannheim viel Tempo und setzt mit starken Dribblern immer wieder Akzente. Sieben Tore nach vier Spieltagen sprechen für die Effizienz der Offensive.
Interessant findet Scherning die statistischen Werte beider Mannschaften bei Abschlüssen und Großchancen ähneln sie sich stark. Den Unterschied mache bislang die Chancenverwertung. Während Mannheim seine Möglichkeiten konsequenter nutze, lasse Wiesbaden noch zu viele Gelegenheiten liegen.
Kein Pflichtsieg – aber ein wichtiges Signal
Von einem Pflichtsieg möchte Scherning dennoch nichts wissen. In der 3. Liga gebe es keine Selbstläufer. Natürlich könne ein Erfolg gegen Mannheim die beiden jüngsten Unentschieden veredeln und zusätzliches Selbstvertrauen freisetzen. Trotzdem richte sich der gesamte Fokus ausschließlich auf diese eine Partie. Die Englische Woche mit drei Spielen in acht Tagen spiele in seinen Überlegungen noch keine Rolle. Erst nach Mannheim werde der Blick auf die nächste Aufgabe gerichtet. Genau diese Konzentration soll verhindern, dass die Mannschaft den Gegner unterschätzt.
Gelingt am Sonntagnachmittag der erste Dreier der Saison, könnte der SV Wehen Wiesbaden tatsächlich den erhofften Befreiungsschlag landen. Nach den beiden überzeugenden Auftritten gegen Essen und Rostock scheint der Glaube daran jedenfalls größer zu sein als es die Tabelle derzeit vermuten lässt.
Foto – Max Brandt im Trikot des SV Wehen Wiesbaden während einer Spielsituation. ©2026 Volker Watschounek
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Weitere Informationen vom Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.



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