Zwölf zu elf Tore und 14 Punkte sind nach acht Spieltagen zu wenig für einen Aufstiegsplatz. Der SV Wehen Wiesbaden ist aber mit dem Saisonstart zufrieden.

Der SV Wehen Wiesbaden hat die vergangene Saison in der dritten Liga auf dem sechsten Platz beendet und blickt auf eine solide Leistung zurück. Mit Dynamo Dresden, Hansa Rostock und dem FC Ingolstadt sind drei Topmannschaften mit über 70 Punkten aufsteigen. Auch der Viertplatzierte, 1860 München, erspielte sich mit 66 Punkten eine gute Bilanz. Alle Vereine, die sich in der 3. Liga vor den Wiesbadenern befanden, haben eine Menge Erfahrung. Für den SVWW gab es  kein Vorbeikommen.

Gemischter Saisonstart mit solider Ausbeute

Die Saison 2020.2021 war noch nicht vorbei, da fokussierte sich der SVWW auf die neue Saison. Acht Spieltage sind inzwischen vergangen. Das Bild, das sich bis hierhin abzeichnet, ist durchaus positiv. Der Club steht aktuell  auf dem fünften Platz. Wer sich über die Quoten der 3. Liga informiert hat sieht, dass Wehen Wiesbaden durchaus Chancen auf die Meisterschaft ausgerechnet werden.

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Punktgleich liegt der SVWW momentan mit dem VfL Osnabrück und der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund, die alle je 14 Punkte einfahren konnten, auf Platz fünf. Einzig der 1. FC Magdeburg und Viktoria Berlin gewannen zwei beziehungsweise eine Partie mehr und stehen mit 19 und 17 Punkten in der Tabelle auf Platz eins und zwei. Die beiden Teams sind außerdem für die beiden bisherigen Niederlagen von Wiesbaden verantwortlich.

Früher Pokal-Aus

Der Start der Spielzeit in der 3. Liga wirkte anfangs etwas langsam. Sowohl im ersten Spiel gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg als auch gegen die Löwen aus München wurden sich die Punkte geteilt, in zwei torlosen Partien. In der ersten Pokalrunde Anfang August, war der Gegner Borussia Dortmund, die durch drei Haaland-Tore als souveräner Sieger aus dem Match gingen. Doch das Spiel schien Mut gemacht zu haben, die drei folgenden Partien im Ligabetrieb konnte Wehen Wiesbaden für sich entscheiden. Gegen den VfL Osnabrück sorgte ein Tor in der Nachspielzeit für den Sieg und für Euphorie bei der Mannschaft und den Fans.

Der FC Magdeburg gewinnt mit 4:2 in Wiesbaden und schießt sich in der Tabelle wieder nach oben auf Platz zwei.

Archivfoto: Der FC Magdeburg gewinnt mit 4:2 in Wiesbaden und schießt sich in der Tabelle wieder nach oben auf Platz zwei.

Erste Niederlage gegen Magdeburg

Die folgende Begegnung gegen Aufsteiger Havelse war voller Emotionen und ein Platzverweis gegen Ahmet Gürleyen in der 51. Minute erschwerte die Situation. In Unterzahl konnte man erst in Führung gehen, bekam kurz vor Ende der Partie allerdings den Ausgleich. Matchwinner Gustaf Nilsson sorgte mit einem erlösenden Treffer per Elfmeter in der Nachspielzeit aber für die drei Punkte. Beim MSV Duisburg konnte das Team von Rüdiger Rehm einen relativ ungefährdeten 2:0-Sieg einfahren, ehe es gegen Magdeburg die erste Niederlage gab.

Der 1. FC Magdeburg konnte sich in einem packenden Spiel mit 4:2 durchsetzen. Nach einem Rückstand von zwei Toren kamen die Wehener besser aus der Halbzeit und sorgten mit einem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten für den Ausgleich. Letztendlich besiegelten aber zwei Jokertore der Gäste das finale Ergebnis.

Auch der Erfolg in Saarbrücken war äußerst durchwachsen. Bereits in der 44. Minute führte man mit einer überragenden Vorstellung 4:0, ehe die Saarländer in der zweiten Halbzeit aufdrehten und mit drei Treffern zurückkamen. Schlussendlich reichte es aber für drei Punkte.

Gegen Viktoria Berlin

Dann folgte das Topspiel gegen Viktoria Berlin, die vor der Partie punktgleich mit dem SV Wehen Wiesbaden lagen. Bereits kurz vor Anpfiff musste Wiesbadens torgefährlichster Mann Gustav Nilsson aufgrund von Kreislaufproblemen aufhören – eine bittere Nachricht für das Team. Es folgte die erste Auswärtsniederlage für die Mannschaft von Rüdiger Rehm, die nach einem frühen Rückstand noch den Ausgleich erzielen konnten, ehe Berlin das Spiel in die Hand nahm und souverän mit 3:1 gewann.

Es braucht mehr Konstanz im Team

Dabei war der Ausfall von Nilsson deutlich spürbar, der aktuell die Lebensversicherung der Wiesbadener ist. Mit vier Toren konnte er die meisten Treffer beisteuern und bereitete zusätzlich drei Tore vor. In der Scorerliste ist er damit auf dem vierten Rang, gemeinsam mit Michael Eberwein vom Halleschen FC, Marc Heider von Osnabrück und Luca Schuler vom FC Magdeburg, die alle sieben Torbeteiligungen vorzuweisen haben.

Hinter Nilsson ist der zweitgefährlichste Mann im Kader aktuell Maximilian Thiel, der je zwei Tore und Assists in seinem Portfolio hat. Beim Blick auf das Torverhältnis der 3. Liga wird deutlich, dass dem SVWW noch die Konstanz, vorne wie hinten, fehlt. Unter den sechs bestplatzierten Vereinen haben sie momentan mit 12 Treffern die wenigsten Tore geschossen und ebenfalls die meisten Gegentore bekommen (11), was zeigt, dass es in der Defensive noch an Stabilität mangelt.

Ausblick

Nach Viktoria Berlin wartet am kommenden Wochenende das nächste wichtige Spiel auf die Wiesbadener, die Borussia Dortmund II empfangen werden. Hier kann das Team zeigen, dass es wie schon gegen Osnabrück auch gegen die direkte Konkurrenz in der Tabelle gewinnen kann. Drei Punkte wären eine essenzielle Ausbeute, um den guten Platz in oberen Bereich zu stärken.

Im Anschluss beruhigt sich das Programm der Wiesbadener etwas und es kommen mit den Würzburger Kickers und Viktoria Köln zwei vermeintlich schwache Gegner, die aktuell auf dem 17. und 19. Rang der 3. Liga stehen.

Die nächsten Spiele

20.09.2021, 19:00 Uhr: SV Wehen Wiesbaden – Borussia Dortmund II
25.09.2021, 14:00 Uhr: Kickers Würzburg – SV Wehen

Archivfoto oben ©2021 Volker Watschounek

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Die offizielle Internetseite des SV Wehen Wiesbaden finden Sie unter svww.de.

 

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