Der Autor ist tot, das Projekt geht weiter: Der lebenslange Tages- und Zeitmitschrift „Das alte Jahrhundert“ von Peter Kurzeck zu Gast im Literaturhaus Wiesbaden.

Bis zu seinem Tod 2013 arbeitete der Frankfurter Autor Peter Kurzeck an seinem auf zwölf Bände angelegten autobiographischen Romanzyklus Das alte Jahrhundert. Nach fünf zu Lebzeiten erschienen Bänden wird das Werk aus Manuskripten und Notizen des Nachlasses fortgesetzt.

Villa Clementine, kurz gefasst

Buchvorstellung – Theresia Enzensberger liest „Auf See“
Wann: Mittwoch, 30. November 2022, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 12,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro

Karten im Vorverkauf zu zwölf, ermäßigt neun Euro gibt es in der Tourist-Information Wiesbaden oder online übers Internet unter www.wiesbaden.de. eim Aufenthalt im Literaturhaus wird empfohlen, einen Mund-/Nasenschutz zu tragen.

Rudi Deuble spricht mit dem Journalisten Christoph Schröder, freier Mitarbeiter der Süddeutschen Zeitung und der Wochenzeitung  Die ZEIT, den Nachlass von Peter Kurzeck. über das Romanfragment Und wo mein Haus? Kde domov muj. Darüber hinaus gibt Deuble Einblicke in das Leben und das umfassende Werk des Autors. Die Lesung der ausgewählten Passagen übernimmt der Sprecher und Regisseur Stéphane Bittoun.

Zyklus als Fragment

Im achten Band der Reihe Das alte Jahrhundert nimmt Peter Kurzeck die Leser in fließender Erinnerungsprosa etwa mit auf eine Bahnfahrt in das zerstörte Gießen, wo er vom Dorf kommend als Flüchtlingskind angesehen wird. Später dann zieht es den Erzähler zur US Army, bei der er die absurdesten Tätigkeiten verrichten muss. Kurzeck schreibt in seinem Romanfragment von den Überlebenden und von der Heimatlosigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg wie kaum ein zweiter deutschsprachiger Schriftsteller.

Zur Person Peter Kurzeck

Peter Kurzeck wurde 1943 in Tachau, im heutigen Tschechien, geboren und verstarb 2013 in Frankfurt am Main. Seine Romane und Erzählungen sind stark autobiographisch geprägt und spielen zumeist in der hessischen Provinz sowie in Frankfurt am Main. 1991 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis, 1994 den Joseph-Breitbach-Preis. 2006 wurde er mit dem George-Konell-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet.

Symbolfoto oben ©10/2018 Volker Watschounek

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Die Internetseite vom Literaturhauscafé finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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