Wie lebt es sich in Wiesbaden? Rund 14.000 Bürger sollen der Stadt sagen, was gut läuft, was fehlt und welche Probleme sie belasten.
Im September schreibt das Rathaus rund 14.000 Einwohner an, die per Zufallsauswahl repräsentativ bestimmt wurden. Gefragt wird nach der persönlichen Lebenslage, der Zufriedenheit mit städtischen Angeboten und danach, was sich aus Sicht der Menschen in den vergangenen Jahren verändert hat.
Ein Schwerpunkt liegt diesmal auf den Folgen des Klimawandels. Die Stadt will wissen, welche Belastungen intensive Hitzewellen verursachen und wie sie sich auf die Gesundheit auswirken. Teilnehmen können die ausgewählten Bürger online oder mit einem Papierfragebogen.
Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sieht in den Antworten eine Grundlage für kommunalpolitische Entscheidungen. Die Befragten gäben „wichtige aktuelle Auskünfte über ihre Meinungen, Problemwahrnehmungen und ihre persönliche Lebensqualität in Wiesbaden“. Damit könne Politik stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen ausgerichtet werden.
Ergebnisse zeigen Veränderungen über Jahre
Auch Digitaldezernentin Maral Koohestanian wirbt für eine breite Beteiligung. Je mehr unterschiedliche Erfahrungen einflössen, desto umfassender werde das Bild vom Leben in Wiesbaden. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Amt für Statistik und Stadtforschung wertet sämtliche Antworten anonym aus. Anschließend werden die Ergebnisse mit früheren Erhebungen verglichen. Vergleichbare Umfragen gab es 2014, 2016, 2018 und 2022. So lassen sich nicht nur aktuelle Stimmungen erfassen, sondern auch längerfristige Entwicklungen erkennen.
Foto oben ©2022 Volker Watschounek
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