Sie Bitten ihr Opfer Geld. Wertgegenstände sollen im Garten deponiert werden – auch über den Balkon vermeintliche Helfer zugeworfen werden.

Am Donnerstagabend waren Trickbetrüger wieder in Wiesbaden sehr aktiv. Mit altbekannten Tricks versuchten sie in mindestens 29 Fällen an das Geld von älteren Menschen zu kommen. Immer wieder spielten falsche Polizeibeamten ernsthaft vor, Einbrecher festgenommen zu haben – Einbrecher, bei denen man Listen mit Namen und verschiedenen Listen mit wertvollen Gegenstände gefunden habe. Die Adresse des oder der Angerufenen habe sich ebenfalls auf der Liste befunden.

Wertsachen entlocken

Im Verlauf des Gesprächs sicherten die vermeintlichen Beamten bei der akuten Gefährdung ihre Hilfe und Unterstützung zu. Schließlich müssten die Wertsachen schnell in Sicherheit gebracht werden – wobei man gerne Helfen wolle. Bargeld und kleinere Wertgegenstände müssten nur an einen Zivilbeamten übergeben werden. Die Polizei warnt: „Das wird nie passieren!“

Methodik und Muster

Hinter der Masche stecken Betrüger! Anstelle der Polizei kommen Ganoven vorbei und das Geld ist weg. Bei den Übergabemodalitäten überraschen die Kriminellen mit immer neuen Methoden. Entweder kommt tatsächlich eine Person vorbei. In anderen Fällen sollen die Wertsachen auf dem Grundstück oder in der Nähe deponiert werden, sodass die Opfer die Abholer noch nicht einmal zu Gesicht bekamen. Es kam auch schon vor, dass die Täter in der Dunkelheit vor dem Balkon der ahnungslosen Opfer erschienen und die Wertsachen dann auf Zuruf von den Opfern vom Balkon geworfen wurden.

Technische Tricks von Gängstern

Immer häufiger kam es in der Vergangenheit auch vor, dass die Täter mit technischen Tricks ihre Opfer verwirren oder von der Richtigkeit der Anrufe überzeugen möchten. In einzelnen Fällen wurde den Opfern schon erzählt, dass man sie an den Notruf „weiterleiten“ werde, und man sich dort vergewissern könne, dass alles seine Richtigkeit hat. Nach einem kurzen Piepton meldete sich dann tatsächlich eine andere Person am Telefon und stellte sich zum Beispiel als Polizeinotruf Wiesbaden vor. Natürlich handelte es sich auch hier um einen Betrüger.

Weiterleitung vermeiden

Andere Opfer wurden schon aufgefordert, selbst die Notrufnummer 110 zu wählen. Dies taten sie dann auch, ohne jedoch selbst das Gespräch vorher mit den Betrügern beendet zu haben. Selbstredend, dass auch jetzt wieder ein Täter am Telefon war.

Gespräch selbst beenden

Beenden Sie unbedingt selbst das Telefonat, indem sie den Hörer auflegen oder die Taste zum Beenden des Gesprächs drücken. Erst dann ist die Verbindung zu den Betrügern tatsächlich beendet und erst jetzt können sie sicher die 110 wählen.

Notruf 110

Grundsätzlich gilt: Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen! Auch keine Staatsanwaltschaft oder eine andere „Behörde“ wird dies tun. Beenden Sie solche Gespräche immer sofort und wählen Sie den Notruf 110. Bei den bis dato bei der Polizei gemeldeten Vorfällen
gingen die Betrüger leer aus und der Schwindel wurde von den ausgesuchten Opfern erkannt.

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