Rund 50 Busfahrer fehlen. Mit seinem vorzeitigen Fahrplanwechsel hat ESWE Verkehr mehrere hundert Fahrten gestrichen. 750 Busfahrer reichen nicht für den gesamten Fahrplan.

Es wird Herbst und die trockenen Tage sagen Ade. Im selben Moment sieht sich Wiesbadens Mobiltätsanbieter nicht mehr in der Lage, seinen regulären Fahrplan aufrechtzuerhalten. Um Ärger durch weitere Ausfälle von Bussen vorzubeugen, hatte ESWE Verkehr Ende August die Reißleine gezogen und seinen Liniennetzplan deutlich reduziert. Kommentare von Facebook-Nutzer zeigen, dass das nicht wirklich funktionierte. Am Tag eins berichtet etwa Uwe Schmoll, dass es nicht sein könne, dass in Nordenstadt zwischen 15:00 bis 8:00 Uhr nur alle 30 Minuten ein Bus fährt. Dazu sei der Bus um 8:00 auch noch ausgefallen, sodass 45 Minuten keine 15 gefahren sei. Die Linie 46 sei für viele keine Alternative. ESWE reagiert online prompt und gibt an, nach Lösungen zu suchen. Ob es besser geworden ist, können. wir nicht beurteilen.

Der letzte Kommentar von Freitag 14:00 Uhr regt nahe, dass die Mühlen langsam drehen: Hagen Schilder schreibt: Ich ertrage viel und versuche auch Verständnis für die Situation aufzubringen. Nach fünf Tagen Magerfahrplan, überfüllten Bussen, verspäteten Bussen, langen Wartezeiten und trotzdem ausfallenden Bussen fällt es mir schwer zu glauben, dass Sie mich als Ihren Kunden ernst nehmen. Das Preis-Leistungsverhältnis meiner Jahreskarte stimmt überhaupt nicht mehr.

Pressemitteilung, Die Linke

Die Stadt muss Verantwortung übernehmen

(09.09.2022) Sahhan Akyüz, Mitglied des Sprecher:innenrates sowie gewählt im Ortsbeirat Dotzheim, weist auf die negativen Auswirkungen vor allem in den äußeren Stadtteilen hin: Die Busverbindugen in den Vororten von Wiesbaden sind durch die neuen Fahrpläne nicht hinnehmbar. Vor allem Arbeiter und Schüler werden hier im Stich gelassen, so Akyüz. Auch die Besitzer von Dauerfahrkarten werden hier hereingelegt, da sie für eine Leistung bezahlt haben, die sich nun verschlechtert hat. Die Stadt muss sich überlegen, ob sie diesen Menschen Teile der Fahrtkarten-Kosten ausgleicht.

Jonathan Schwarz, Vorsitzender des Sprecher:innenrats, ergänzt: Es ist richtig, ein größeres Angebot an Fahrten nicht auf dem Rücken der ESWE-Beschäftigten auszutragen. Deren Arbeitsbedingungen gehören entlastet, ihre Bezahlung verbessert. Es ist jedoch kein gutes Signal für eine soziale und klimafreundliche Stadtpolitik, eine Verschlechterung als neuen Normalzustand hinzunehmen. Es braucht politische Lösungen, um mittelfristig einen verbesserten Fahrtplan zu realisieren.

DIE LINKE. vertraut dabei auf den Koalitionsvertrag, der eine sozial-ökologische Verkehrswende mit nachhaltiger Mobilität und besserer Taktung der Busverbindungen vorsieht.

Foto oben ©2021 Wiesbaden lebt

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