Mit einer neuen Photovoltaik-Anlage spart das Hofgut Georgenthal künftig 25000 Euro. Das Kulturzentrum Schlachthof mit einer neuen Lichtanlage 1000 Euro.

Der Anfang sei gemacht und er kann sich sehen sowie messen lassen, zeigt sich Umwelt- und Wirtschaftsdezernentin Christiane Hinninger von den Neueinsteigerbetrieben beeindruckt. Ob große oder kleine, einzelne oder mehrere Maßnahmen: Jeder einzelne sei ein wertvoller Beitrag der Teilnehmer, um den Klimazielen der Landeshauptstadt Wiesbaden gerecht zu werden, kommentiert Hinninger die Vorstellung der bisher besten Maßnahmen im 15. Projektdurchgang des Umwelt- und Klimaschutzprogramms.

„Die Maßnahmen verdeutlichen, dass besonders große Einsparpotenziale im Bereich Energieeffizienz liegen, aber auch Themen wie Erneuerbare Energien, umweltfreundliche Mobilität und Beschaffung wichtige Ansatzpunkte zur Verbesserung der Umwelt- und Klimaleistungen darstellen.“ – Evelyne Wickop

So nimmt die Döbele Werbeagentur GmbH eine Reduktion ihrer Mobilitätsemissionen durch die Umstellung ihrer Firmenfahrzeugpools auf E-Autos in Angriff, die DuPont Speciality Products GmbH & Co. KG entschied sich für den Austausch eines alten Wärmeofens zur Rohstoffaufheizung durch eine energieeffizientere Variante. Der Eduversum Verlag etabliert ein ressourcenschonenderes Trinkwassersystem, während das Hofgut Georgenthal in die Installation einer PV-Anlage investieren wird und damit auf regenerative Stromerzeugung setzt. Die Kreisverwaltung Rheingau-Taunus erstellt eine Potenzialanalyse und ein Umstellungskonzept für die Elektrifizierung des Fuhrparks, für den Bezug von Online-Zeitungen anstelle Papierversionen entschied sich das Kulturamt Wiesbaden mit dem Literaturhaus Villa Clementine. Die Erneuerung einer energieintensiven Effekt-Lichtanlage ist eine bedeutende Maßnahme im Kulturzentrum Schlachthof, während die Scholz & Volkmer GmbH eine Heizungsoptimierung durch verschiedene Maßnahmen vorgenommen hat. Der Verlag Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH wählte mit dem Tausch der Beleuchtungsmittel einen Klassiker aus dem Portfolio möglicher Energieeffizienz-Maßnahmen

 „Die Maßnahmen verdeutlichen, wie unterschiedlich und individuell die Voraussetzungen der Betriebe, ob Kultur- und Kreativwirtschaft, Verwaltung und Verlagswesen oder Industrie, sind.“ – Evelyne Wickop

Gemeinsam mit den langjährigen ÖKOPROFIT-Klub-Betrieben traten sie in den Best-Practice-Austausch. Zur besten Maßnahme gekürt wurde dabei die Installation einer PV-Anlage. Das Hofgut Georgenthal wird damit eine Einsparung von etwa 45000 Kilogramm CO₂ und etwa 25000 Euro pro Jahr erreichen. Platz zwei belegte der Einbau einer effizienteren Lichtanlage im Schlachthof. Mit der Maßnahme lassen sich pro Jahr etwa 2100 Kilowattstunden Strom und etwa 1000 Euro einsparen. Auf Platz drei gelangte die DuPont Speciality Products GmbH & Co. KG, die durch ihre Maßnahme Einsparungen in Höhe von etwa 10000 Euro und etwa 37000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzielen konnte. Insgesamt können die Neueinsteiger bei der Umsetzung aller vorgestellten Maßnahmen zukünftig eine Einsparung von fast 90000 Kilogramm CO₂ und gut 210000 Kilowattstunden Energie bewirken.

Teilnehmer 2022.2023

Amt für Soziale Arbeit und Sozialleistungs- und Jobcenter der Landeshauptstadt Wiesbaden, Diabeteszentrum Wiesbaden, ELW (Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden), Fauth Gundlach & Hübl GmbH, Fink & Fuchs AG, kraftundadel Werbeagentur, mattiaqua, Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Wiesbaden für Quellen-Bäder-Freizeit, Ordnungsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden, Personalamt gemeinsam mit Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung der Landeshauptstadt Wiesbaden und WVV, Wiesbaden Holding GmbH, Pütz GmbH + Co. Folien KG, Rechtsamt gemeinsam mit Amt für Statistik und Stadtforschung der, Landeshauptstadt Wiesbaden, The Platform Group GmbH & Co. KG, Wiesbaden Congress & Marketing GmbH

Über ÖKOPROFIT

Mit dem bundesweit etablierten Netzwerkprogramm ÖKOPROFIT unterstützt die Landeshauptstadt Unternehmen und betriebliche Einrichtungen, ihre Umwelt- und Klimaaktivitäten in einem lokalen und regionalen Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften auszubauen und zu verankern. Über 50 in Größe und Struktur ganz unterschiedliche Unternehmen und Einrichtungen beteiligen sich aktuell an dem erfolgreichen Kooperationsprojekt von Stadt und Wirtschaft. Die Projektleitung liegt beim städtischen Umweltamt, Kooperationspartner sind IHK Wiesbaden, ESWE Versorgung und Klimaschutzagentur Wiesbaden. Weitere Informationen stehen unter www.wiesbaden.de/oekoprofit zur Verfügung.

Foto oben ©2020 Volker Watschounek

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Südost lesen Sie hier.

Die Internetseite zum Umweltberatungs- und Klimaschutzprogramm finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

Advertisement

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!