Mehr als 150 Künstler gestalten beim Meeting of Styles neue Werke und machen Wiesbaden zehn Tage lang zur Urban-Art-Bühne.
Wände werden zu Kunstwerken, Brückenpfeiler zu Botschaften und ein ehemaliger Industrieort zum Treffpunkt einer weltweiten Szene: Mit dem Meeting of Styles kehrt eines der bedeutendsten Urban-Art-Festivals Europas nach Wiesbaden zurück. Vom 11. bis 21. Juni gestalten mehr als 150 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland und zahlreichen weiteren Ländern neue Wandbilder am Brückenkopf Kastel und am Schlachthof.
Programm Meeting of Styles
| Datum | Ort | Programmpunkt | Uhrzeit |
|---|---|---|---|
| 11.–15. Juni | Brückenkopf Kastel / Reduit | Live-Painting und Festivalprogramm | ganztägig |
| 12. Juni | Kinder- und Jugendzentrum Reduit | Graffiti-Workshop für Jugendliche | nach Anmeldung |
| 13. Juni | Reduit Kastel | Basketball 3×3 Night | ab 16:00 Uhr |
| 17. Juni | Murnau-Filmtheater | Jubiläumsvorführung „Wholetrain“ mit anschließendem Gespräch | 20:15 Uhr |
| 17.–21. Juni | Schlachthof Wiesbaden | MOS Aftermath mit Wandgestaltungen, Vorträgen und Gesprächen | ganztägig |
| 21. Juni | Schlachthof Wiesbaden | Art Walk & Talk mit Manuel Gerullis und beteiligten Künstlern | 11:00 Uhr |
Besucher können den Kreativen dabei kostenlos über die Schulter schauen, Gespräche führen und erleben, wie aus Betonflächen farbenfrohe Kunstwerke entstehen. Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Togetherness“ und setzt auf Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten.
Von Wiesbaden in die Welt
Dass das Meeting of Styles heute zu den wichtigsten Veranstaltungen der internationalen Graffiti- und Urban-Art-Szene zählt, begann einst im Kulturzentrum. Aus den legendären Wall-Street-Meetings am Schlachthof entwickelte sich Ende der 1990er Jahre ein Netzwerk, das inzwischen Veranstaltungen in mehr als 40 Ländern organisiert. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende verweist auf diese besondere Geschichte: „Nicht viele Städte können von sich sagen, dass von ihnen eine internationale Kulturbewegung ausgegangen ist. Wiesbaden kann das.“
Zunächst verwandelt sich vom 11. bis 15. Juni der Brückenkopf Kastel in eine riesige Open-Air-Galerie. Auf rund 3.000 Quadratmetern entstehen dort neue Wandbilder. Anschließend zieht das Festival mit dem Programmteil MOS Aftermath zurück an seinen historischen Ursprungsort am Schlachthof Wiesbaden.
Kunst, Film und Sport
Das Festival beschränkt sich längst nicht mehr auf Graffiti. Workshops, Filmvorführungen, Vorträge und sportliche Veranstaltungen ergänzen das Programm. Ein Höhepunkt in diesem Jahr wird die zum ersten Mal in das Festival integrierte Basketball 3×3 Night am 13. Juni in der Reduit. Dort treffen Streetball und Urban Art aufeinander. Wenige Tage später folgt die Jubiläumsvorführung des Kultfilms Wholetrain mit anschließendem Gespräch mit Regisseur und Künstlern.
Festivalinitiator Manuel Gerullis betont die internationale Bedeutung des Treffens: „Wer an diesem Wochenende über das Festivalgelände läuft, begegnet Künstlerinnen und Künstlern aus vier Kontinenten.“
Blick auf das Jubiläumsjahr
Auch Sozialdezernentin Patricia Becher sieht in dem Festival mehr als ein Kulturereignis. Kunst im öffentlichen Raum bringe Menschen zusammen und eröffne neue Perspektiven auf die eigene Stadt.
Bereits jetzt richtet sich der Blick auf das kommende Jahr. 2027 feiert das Meeting of Styles sein 30-jähriges Bestehen in Wiesbaden. Das Jubiläum soll die Geschichte des Festivals und seinen Einfluss auf die internationale Urban-Art-Bewegung besonders sichtbar machen.
Fotos ©2022 Volker Watschounek
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Die Internetseite zum Festoval Meeting of Styles finden Sie unter meetingofstyles.com.




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