Das Bild der Woche kommt wieder von Eric Meier – und wer es nicht wahr haben möchte, dass es so etwas auch in Wiesbaden gibt, muss einfach einmal in verlassene Gebäude hineingehen. Das ist nicht als Aufforderung zu verstehen. Schließlich ist es verboten – Hausfriedensbruch – wie das besprühen der Wände – Sachbeschädigung –, weil nicht offiziell frei gegeben.

Eric Meier ist trotzdem hineingegangen. Mehr zufällig als geplant. Das Wetter hat  mitgespielt. Vergessen, verrucht, verlacht … drumherum wie im Innern ist das Gebäude heruntergekommen. So, als hätte man es vergessen. Nicht die Sprayer. Doch wie viele mögen das sein? Wie viele Jugendliche sich dorthin zurückziehen? Meyer hat keine gesehen, dafür aber den Moment festgehalten – und nennt sein Bild „Lost Place“.

Graffiti, diesmal nicht auf einer Hausfassade, sondern an einer Wand. @2017 Eric Meyer

Graffiti, diesmal nicht auf einer Hausfassade, sondern an einer Wand. @2017 Eric Meyer

Graffiti ist magisch

„Wenn der Vater mit dem Sohne …“ – die älteren Leser erinnern sich an den deutschen Film der 50er Jahre und an Heinz Rühmann in einer seiner schönsten Rollen – im Grenzbereich von Lachen und Weinen. Grenzbereich, genau darum geht es auch bei Graffiti. Ist Graffiti an einigen Orten gewünscht, ist es in der Regel verboten, Wände einfach zu besprühen.

Die Orte wo es erlaubt ist, gelten als „in“. Ganz gleich ob in Berlin, Wien oder Hamburg. es sind  Publikumsmagnete. Und gerade wenn die Eltern Städte besichtigen wollen, für Kinder eine willkommene Abwechslung tolle Dinge zu entdecken und eine Subkultur kennenzulernen..

Mitmachen und Foto schicken

Haben auch Sie etwas kurioses festgehalten … Schicken Sie uns Ihr Motiv an foto@wiesbaden-lebt.de, schreiben Sie zwei drei Sätze zum Bild und erzählen Sie uns, warum Sie gerade dieser Moment bewegt hat. Mit etwas Glück, zeigen wir Ihr Bild hier.
Eine Bitte: Halten Sie Ihr Handy beim fotografieren quer … so können wir das Bild imposanter darstellen.

Unnützes Wissen – Graffiti

Wer bei Graffiti an amerikanische Popkultur denkt, liegt falsch. Der Begriff „Graffiti“ kommt aus dem italienischen. Als Sammelbegriff steht er ganz allgemein für thematisch und gestalterisch unterschiedliche sichtbare Elemente. Das können Bilder, Schriftzüge oder auch nur Zeichen sein, die mit verschiedenen Techniken auf Oberflächen oder durch deren Veränderung im privaten und öffentlichen Raum erstellt wurden. Kunst hin oder her – Graffiti werden meistens unter Pseudonym und illegal gefertigt.

Die Akzeptanz und Definition von Graffiti ist unterschiedlich. Werden nicht genehmigte Graffiti insbesondere in der westlichen Welt als Form des Vandalismus betrachtet, sind sie von anderer Seite als Form der Kunst anerkannt, so wie in Mainz-Kastel am Brückenkopf, wo einmal im Jahr die Szene offiziell zusammenkommt.

 

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