Lena I. wird Wiesbadens neue Weinkönigin. Im Rathaus stellte sich die Kostheimerin vor – mit Erfahrung, Neugier und Rosé-Faible.
Die Krone kennt sie schon, das Revier wird größer. Lena I. wird neue Wiesbadener Weinkönigin und tritt damit die Nachfolge von Annkathrin I. Dötsch an. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende stellte die designierte Weinmajestät heute am 10. September im Festsaal des Wiesbadener Rathauses vor.
Die Wiesbadener Weinköniginnen seit 1956
- 1956–1957 Maria Frosch
- 1957–1959 Christa Ott
- 1959–1961 Ursula Meier †
- 1961–1963 Marline Burkhardt
- 1963 Rita Gieseke
- 1963–1965 Erika Fuchs
- 1965–1967 Roswitha Ohl
- 1967–1968 Brigitte Kasper
- 1968–1969 Hella Böschen
- 1969–1971 Sigrid Rautmann
- 1971–1973 Ursula Ebert
- 1973–1976 Sigrid Schnabel
- 1976–1978 Maria Wann
- 1978–1980 Ute Meilinger
- 1980–1982 Marion Wann
- 1982–1984 Margarete Sauer
- 1984–1986 Christiane Unkelbach
- 1986–1989 Bärbel Frosch
- 1989–1991 Jutta Herborn
- 1991–1993 Christel Wann
- 1993–1995 Nicole Burkhardt
- 1995–1998 Claudia Geörg
- 1998–2001 Kerstin Schwedass
- 2001–2003 Claudia Riedinger
- 2003–2005 Sabine Schwalbach
- 2005–2009 Anne Auth
- 2009–2012 Daniel Maus
- 2012–2013 Sonja Weckbacher
- 2013–2016 Stephanie Kopitz
- 2017–2018 Sarah Emmel
- 2018–2022 Michelle Gönder
- 2022–2026 Annkathrin Dötsch
Für Lena I. beginnt damit kein völlig neues Kapitel. Ihre Reise als Weinmajestät startete bereits 2021 als Weinprinzessin in Mainz-Kostheim. Vor einem Jahr hatte sie schon die Möglichkeit, nach Wiesbaden zu wechseln. Damals entschied sie sich jedoch, gemeinsam mit ihrer Weinprinzessin noch eine weitere Amtszeit in Kostheim zu verbringen.
Nun folgt der nächste Schritt. „Dankbarkeit und Stolz“ seien die Gefühle, die für sie dabei zusammenkämen, sagt Lena I. Die Vorfreude auf das Amtsjahr sei riesig.
Zwischen Mainz und Wiesbaden zu Hause
Lena I. ist in Mainz-Kostheim aufgewachsen und studiert Erziehungswissenschaft in Mainz. Dass ihr Weg nun ins Wiesbadener Rathaus führt, passt zu ihrer Biografie: Kostheim gehört politisch zu Wiesbaden, die Nähe zu Mainz prägt den Alltag spürbar.
Ihre ersten Erinnerungen an Wein haben wenig mit einem festlichen Krönungsakt zu tun. Als Kind sei sie mit ihrem Bruder auf Fahrrad und Skateboard durch die Weinberge gefahren. Dabei wurde auch schon einmal eine Traube probiert – mit der überraschenden Erkenntnis, dass sie noch längst nicht reif war.
Aus einer Winzerfamilie stammt die künftige Wiesbadener Weinkönigin nicht. Wein gehörte trotzdem zum Familienleben. Später vertiefte sich die Verbindung durch ihr Ehrenamt als Weinmajestät.
Lena I. will Nähe zu den Winzern
Ihr neues Amt versteht Lena I. vor allem als verbindende Aufgabe. Sie möchte Wiesbaden und seine Weinkultur nach außen vertreten, zugleich aber auch die Winzer und Weingüter der Stadt besser kennenlernen. „Wir sind da, wir schenken den Menschen ein Lächeln und wir vertreten unseren Ort“, beschreibt sie die Rolle einer Weinmajestät.
Besonders reizt sie, dass noch nicht feststeht, wohin sie das kommende überall Jahr führen wird. Weinfeste und Veranstaltungen gehören dazu, ebenso Begegnungen, die mit Wein zunächst wenig zu tun haben. Ein festes Programm für ihre Amtsführung hat sie bewusst nicht formuliert. Offenheit sei ihr wichtiger.
Und natürlich wartet ein Termin, den Lena I. schon bestens kennt: die Rheingauer Weinwoche 2027. Für sie ist das Weinfest in der Wiesbadener Innenstadt eines der großen Highlights der regionalen Weinkultur.
Beim Lieblingswein bleibt Lena I. treu
Bei aller Neugier endet ihre Experimentierfreude spätestens bei der Frage nach dem persönlichen Favoriten. Weißburgunder, Chardonnay und Rheingauer Riesling weiß Lena I. durchaus zu schätzen. Ins Glas kommt bei freier Wahl aber am liebsten Spätburgunder Rosé.
Der begleitete sie bereits während ihrer bisherigen Zeit als Weinmajestät. „Er hat so eine Leichtigkeit“, sagt Lena I. Und noch etwas möchte sie nach ihrer Amtszeit hinterlassen: die Erinnerung an eine Wiesbadener Weinkönigin, die herzlich auf Menschen zuging und ihre Begeisterung für Wein zeigte.
Ob nach diesem Jahr noch eines folgt, lässt sie offen. Studium und ein mögliches Auslandssemester könnten neue Wege eröffnen. Zunächst aber gehört das kommende Jahr Wiesbaden, seinen Winzern – und einer neuen Königin.
Foto oben ©2022 Volker Watschounek
Weitere Nachrichten aus dem Stadtteil Mitte lesen Sie hier.
Die Internetseite zum Stadtfest finden Sie unter www.wiesbaden.de.



Helmuth-Plessner-Preis: Allert spricht über den Denker
Dorfpolitik, große Liebe und reichlich Glitzer im Staatstheater
Auch der Hessischer Kinopreis 2026 geht ans Caligari
Äpplerfest: Wenn der Apfel plötzlich fein perlt
Startklar, für Äpplerfest mit Apfelkuchenwettbewerb?
Christian Dell im sam: Drei Termine rund um Licht und Design 