Das Handwerk macht gute Geschäfte. Das stützt die Binnenkonjunktur und die gesamte Wirtschaft. Die Konjunkturumfrage zeigt, die Branchen erwartet für 2020 gute Geschäfte.

Konjunkturumfrage. Der Boom im Handwerk hält an – Kunden müssen deswegen lange auf einen Handwerker warten. Beim zweiten Blick sehen Wirtschaftsexperten, dass die Kurve leicht abflacht – sich das Hoch ein wenig zurückzieht. Trotzdem, 88 Prozent der Handwerksbetriebe in Ober-, West- und Mittelhessen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“ ein, ähnlich wie am Ende des dritten Quartals 2019. Im Vergleich zum Vorjahresquartal signalisieren die Zahlen und Falten einen leichten Rückgang in der positiven Lagebeurteilung.

Bauhandwerk

In den Bauhandwerken ist die Situation differenziert zu sehen: Insbesondere die Inhaber von Betrieben des Bauhauptgewerbes bewerten –  nach einer kurzen Abschwächung im dritten Quartal – ihre Situation zum Jahresende 2019 schon wieder deutlich besser und erwarten für das Jahr 2020 zu 16 Prozent verbesserte Geschäfte. Bei den Betrieben des Baunebengewerbes ist die Entwicklung in abgeschwächter Form ähnlich positiv. Jedoch bewertet erneut mehr als ein Fünftel der gewerblichen Dienstleister die Geschäftslage schlecht und die Erwartungen für das erste Quartal des Jahres 2020 lassen nicht auf eine zügige Besserung hoffen.

Beschäftigtenentwicklung

Nach der positiven Entwicklung im dritten Quartal 2019 zeigt die aktuelle Beschäftigtenentwicklung ein leichtes Minus. Während zehn Prozent der befragten Betrieben eine steigende Beschäftigtenzahl meldeten, teilten zwölf Prozent eine fallende Zahl mit. Das erste Quartal 2020 wird ebenfalls kaum steigende Beschäftigten­zahlen bringen: Nur sechs Prozent sehen die Chance, die Gesamtbeschäftigtenzahl zu erhöhen, doch 84 Prozent der Betriebe werden voraussichtlich ihren Personalbestand halten und zehn Prozent der Betriebe wollen oder müssen sich von Mitarbeitern trennen. Ein wichtiger Grund für ausbleibende Neueinstellungen ist weiterhin der schwache Arbeitsmarkt für qualifizierte handwerkliche Fachkräfte.

Hoher Auslastungsgrad

Der Auslastungsgrad der betrieblichen Kapazitäten im Kammerbezirk Wiesbaden blieb im vierten Quartal mit 81 Prozent auf einem hohen Niveau, er lässt aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um einen Prozentpunkt nach. Die Auftragsbestände liegen saisonüblich auf einem niedrigeren Niveau und verharren mit 7,2 Wochen Auslastung auf fast genau dem gleichen Stand wie im Vergleichsquartal 2018 (7,3 Wochen).

Stabilisierung auf hohem Niveau erwartet

Für das erste Quartal 2020 wird überwiegend eine Stabilisierung auf hohem Niveau erwartet. Sowohl mit Blick auf die Geschäftslage als auch auf Umsätze und Auftragseingänge haben sich die Erwartungen gegenüber dem Vorjahresquartal etwas verbessert. Angesichts der insgesamt positiven Entwicklung im vergangenen Jahr ist das eine gute Ausgangsposition.

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Die offizielle Internetseite zudem Handwerkskammer Wiesbaden finden Sie unter www.hwk-wiesbaden.de.

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