Die Alexej-von-Jawlensky-Schule, die Helene-Lange-Schule, die Hermann-Ehlers-Schule… einfach gesagt: Wiesbadens Schulen sind von Montag an geschlossen. Kitas und Tagesstätten ebenso.

 

Zum Schutz der Bevölkerung hat das Land Hessen per Verordnung alle Kindergärten und Kitas geschlossen. Das betrifft auch Wiesbaden. Darüber hinaus hat das Land Personengruppen definiert, für die es Ausnahmen geben soll. Die Voraussetzung dafür ist, dass beide Elternteile  berufliche Tätigkeiten ausüben, die für die Versorgung oder Sicherung von Stand uzen Land unentbehrlich sind. Eine entsprechende Liste mit allen  Personengruppen ist hier nachzulesen. In der Landeshauptstadt Wiesbaden werden ebenfalls Bedienstete des Jugendamtes, die im Rahmen des staatlichen Wächteramtes das Kindeswohl verantworten, mit in die Versorgung mit Notplätzen aufgenommen. Die Stadt geht davon aus, dass dies wegen der aktuellen Ausnahmesituation schlicht vergessen wurde.

„Die Notbetreuung wird mindestens am Montag in der regulären Kindertagesstätte der Kinder stattfinden.“ – Sozialdezernent Christoph Manjura

Bis Mitte nächster Woche werde die Stadt wissen, wie hoch der Bedarf für die Kinder aus diesen Personengruppen ist und ein möglichst unbürokratisches Verfahren zur Überprüfung der Voraussetzungen für die Notbetreuung erarbeitet haben. Hierfür wird es ab Montag ein entsprechende Antragsformulare geben. Bis Mitte der Woche werde dann zu entscheiden sein, in wie vielen und in welchen Kitas die Notbetreuung stattfinden werde, so Manjura weiter

Zum Thema Elternbeiträge sind wir ebenfalls in intensiven Überlegungen und werden dazu in der nächsten Woche einen Vorschlag erarbeiten, über den unter Umständen dann der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung entscheiden müssen.“ – Sozialdezernent Christoph Manjura

Ebenso betont Manjura, dass sich die Abteilung Kindertagesstätten in intensivem Austausch mit den freien Trägern der Kinderbetreuung befinde: Die Stadt bedankt sich schon jetzt bei freien Trägern für ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Stadt ein Notbetreuungsangebot zu organisieren. Anfang der Woche werden weitere Gespräche mit den freien Trägern stattfinden, um über den Umgang mit der angeordneten Schließung der Kindertagesstätten zu beraten. Gleiches gilt für die Kindertagespflege, so Manjura weiter .

 „Uns ist bewusst, vor welch schwierige Situationen Familien durch die Schließung von Kitas und Schulen gestellt werden. Um Härten abzufedern, braucht es vor allem gesetzliche Regelungen und Ausnahmen, die auf höherer politischer Ebene diskutiert und beschlossen werden müssen.“ – Sozialdezernent Christoph Manjura

Bürgerinnen, die Fragen rund um das Coronavirus haben, erreichen täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr unter der (0611) 318080 das Infotelefon der Stadt Wiesbaden. Unter (0800) 5554666 ist zudem täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr die hessenweite Hotline des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration erreichbar. Mehr Informationen stehen auch unter wiesbaden.de/coronavirus zur Verfügung.

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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