Wiesbaden wächst und wird als Wohn- und Arbeitsstandort immer beliebter. Entsprechend ist die Nachfrage nach Wohnraum – und die Immobilienpreise hoch..

Büroflächen, Industrieflächen, Wohnungsbau – vor allem bei Eigentumswohnungen zeichnet sich eine Angebotsknappheit ab. Rückblickend ist festzuhalten: 2018 wechselten in der hessischen Landeshauptstadt 1.208 Eigentumswohnungen den Besitzer. Das ist der niedrigste Wert in der einjährigen Betrachtung seit 2012 und entspricht einem Rückgang gegenüber 2017 von 2,5 Prozent. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt die Transaktionszahl dagegen im vergangenem Jahr mit 262 um 9,2 Prozent über dem Wert von  2017. Ungeachtet ziehen die Immobilienpreise an.

Hohe Nachfrage

Die hohe Nachfrage macht sich beim Kaufpreis bemerkbar. So stiegen die Preise im vergangenem Jahr durchweg leicht an. Lediglich in Premiumlagen ist die Stagnation auf hohem Niveau zu beobachten. Das zeigt, dass Käufer nicht bereit sind, jeden Preis zu zahlen, und sich verstärkt in guten und mittleren Lagen umschauen, wo entsprechend moderate Preisanstiege zu verzeichnen sind, so der aktuelle Marktbericht von Poll Immobilien.

„In den Toplagen zeichnet sich nach den Steigerungen der letzten Jahre ein Einpendeln des Preisniveaus ab.“ – Gabriele Wilde-Schlaak, Geschäftsstelleninhaberinnen des Von-Poll-Immobilien Wiesbaden

In guten Wohnlagen wie in Wiesbaden-Südost oder in Biebrich bezahlen Käufer zurzeit für ein Ein- oder Zweifamilienhaus zwischen 700.000 und knapp zwei Millionen Euro. Eigentumswohnungen kosten zwischen knapp 3.000 und 4.700 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutet in beiden Segmenten gegenüber 2018 einen Preisanstieg um rund drei Prozent. In mittlerer Wohnlage wie in Bierstadt oder Schierstein waren 2018 für eine Doppelhaushälfte oder ein Reihenhaus zwischen 340.000 und 640.000 Euro erzielbar. 2019 sind leichte Anstiege von bis zu zwei Prozent zu beobachten.

Immobilienpreise in Wiesbaden Anfang 2019. Quelle: iib Dr. Hettenbach Institut auf der Basis von Openstreetmap

Immobilienpreise in Wiesbaden Anfang 2019. Quelle: iib Dr. Hettenbach Institut auf der Basis von Openstreetmap

Die Preisspanne in Toplagen im Segment Eigentumswohnungen lag 2018 bei 4.200 bis 8.500 Euro pro Quadratmeter. Der für 2019 aktuell registrierte Anstieg fällt mit rund einem Prozent ebenfalls gering aus. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern lag die Preisspanne hier 2018 zwischen 920.000 und 4,25 Millionen Euro. Diese Preise bleiben 2019 voraussichtlich stabil. Zu den Premiumlagen gehört unter anderem Aukamm und der Sonnenberg, dort dominieren Villen und Stadthäuser mit großzügigen Grundstücken das Stadtbild. Im Stadtteil Nordost findet man viele hochwertige Eigentumswohnungen.

„Käufer sind nicht bereit, jeden Preis zu zahlen und erweitern ihren Suchradius. Für die nahe Zukunft rechnen wir vor allem in mittleren Wohnlagen mit größeren Preisanstiegen.“ – Gabriele Wilde-Schlaak, Geschäftsstelleninhaberinnen des Von-Poll-Immobilien Wiesbaden

Vor allem bei jungen Familien oder Paaren werden sanierte Altbauten im urbanen Umfeld immer beliebter. Hierzu zählen beispielsweise gute Lagen wie das Rheingauviertel, das Dichterviertel oder Biebrich. Die Spitzenpreise für Eigentumswohnungen lagen hier 2018 bei 4.500 Euro pro Quadratmeter und somit um gut zwei Prozent über denen von 2017. Auch das Nerotal gilt als Trendlage, vor allem für Pärchen und Best Ager. Das grüne Umfeld, der hohe Naherholungswert und die gleichzeitige schnelle Erreichbarkeit der Innenstadt tragen zur Attraktivität dieses Stadtteils bei. Eigentumswohnungen hier kosten bis zu 7.200 Euro pro Quadratmeter.

 

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