Der Regencape kann Halloween zuhause bleiben und auch die Schminke wird nicht verlaufen. Am Abend vor Allerheiligen ist die Wetterhexe freundlich. 

Gruselig verkleidet ziehen Kinder und Jugendliche Halloween, 31. Oktober, durch die Straßen und wollen uns einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Das Sammeln von Süßigkeiten an den Haustüren wird kein Problem sein, denn richtig nass wird es erst am Wochenende.

„Ein wenig Regen droht – wenn überhaupt – erst abends und nur im äußersten Südwesten.“ – Matthias Habel, Meteorologe

Am Donnerstag ist es oft noch freundlich, von Westen her macht sich aber bereits ein Tief mit mehr Wolken bemerkbar. . Ab wann das Wetter richtig gruselig wird, ist noch offen – denn ob die Wetterfronten des nächsten atlantischen Tiefs die Region um Wiesbaden bereits am Freitagnachmittag erreicht und Regen bringt, kann derzeit noch niemand mit Sicherheit sagen. Unzweifelhaft ist dagegen, dass das Wochenende zwar mild wird, aber vielerorts ins Wasser fällt.

Halloween

Ursprünglich geht Halloween auf das keltische Samhain zurück. Dieses feierte man im fünften Jahrhundert vor Christus und zwar am keltischen Neujahrstag, am Vorabend zu unserem heutigen Allerheiligen. Das Wort Halloween entstand aus All Hallows Eve (Allerheiligen Abend). Die Kelten glaubten, dass sich am Vorabend von Allerheiligen die Toten in der Welt der Lebenden auf die Jagd nach einer Seele begeben. Durch gruselige Fratzen und Kostümierungen versuchte man diese Jäger zu erschrecken und zu vertreiben. Irische Auswanderer nahmen den Brauch im 19. Jahrhundert mit in die USA. Dort wurde er zur Tradition und entwickelte seinen heutigen Charakter. Seit den 1990er Jahren feiert man Halloween auch bei uns.

Die Kürbislaterne

Der geschnitzte und beleuchtete Kürbis erinnert an die irische Geschichte vom verstorbenen Jack O’Latern. Dieser war zur Strafe dazu verdammt, auf ewig zwischen Himmel und Hölle hin und her zu wandern. Auf seinem Weg hielt er eine Laterne aus einer hohlen Rübe.

Süßes oder Saures

Das Betteln um Süßigkeiten an den Haustüren geht auf eine christliche Tradition aus dem 11. Jahrhundert zurück. Die Iren verteilten am Allerseelentag kleine Brote („Seelenkuchen“) an die Bettler, die zum Dank für die Verstorbenen beteten. Der etwas erpresserische Bettelspruch „trick or treat“ („Süßes, sonst gibt’s Saures“) geht auf den Brauch zurück, das Seelenheil des Gebenden durch das Gebet des Nehmenden zu retten. Diese Bedeutung ist verloren gegangen und hat sich zu einem reinen Spaß für Kinder entwickelt. (Bild: Halloween ©2019 pixelio.de / Markus Vogelbacher)

Wie gruselig das Wetter am Donnerstagabend tatsächlich wird, erfährt man auf www.wetteronline.de.

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Sonnenberg lesen Sie hier.

Hintergründe zum Brauch finden Sie in der Online-Enzyklopädie Wikipedia unter de.wikipedia.org.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!