Parkinson ist nicht heilbar. Wenn die Krankheit aber früh erkannt und von Spezialisten beobachtet wird, lässt sie sich mit Hilfe von Medikamenten über Jahre gut beherrschen.

Der Welt-Parkinson-Tag gedenkt am 11. April 2017 der langsam fortschreitenden neurologischen Erkrankung. Vor genau 200 Jahren war es der Londoner Arzt Dr. James Parkinson der die bis heute unheilbare Kranbkheit in seinem Aufsatz „Über die Schüttellähmung“ erstmals beschreibt. Vor 20 Jahren erklärten die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Parkinsongesellschaft den Geburtstag von Parkinsons, zum Welt-Parkinson-Tag.

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung. Sie betrifft weltweit etwa sieben bis zehn Millionen Menschen, in Deutschland sind etwa 250.000 bis 280.000 Personen betroffen. Studien gehen davon aus, dass sich die Zahl der Patienten bis 2030 weltweit verdoppeln wird.

Die Parkinson-Erkrankung setzt in der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr ein und die Früherkennung hat selbst ohne krankheitsmodifizierende Behandlungsmethoden hohen Nutzen, denn viele Erkenntnisse und nichtmedikamentöse Interventionen beeinflussen Symptome und Lebensqualität von Patienten positiv. Dabei geht es nicht nur um physiotherapeutische Maßnahmen im engeren Sinn.

„Mehr als 70 randomisierte Studien haben sich mit den vielfältigen Wirkungen von körperlicher Bewegung und Aktivierung beschäftigt, etwa Gerätegestütztes Krafttraining, verschiedenste Ausdauersportarten, Tai-Chi, Qi Gong oder auch Tanzen. Die Evidenz für den spezifischen Nutzen mit Auswirkungen auf Krankheitssymptome, aber auch eine unspezifische Verbesserung des Wohlbefindens, ist mittlerweile sehr gut dokumentiert.“

Bei der Früherkennung spielen auch Angehörige eine wichtige Rolle, da sie Krankheitstypische Veränderungen oft noch früher wahrnehmen als Betroffene selbst. Warnhinweise sind zum Beispiel Muskelsteifigkeit mit Gelenksschmerzen und Zittern nur einer Hand in Ruhe, verlangsamte Bewegungen, das Schleifen eines Fußes beim Gehen, eine deutliche Verkleinerung der Schrift oder eine Veränderung der Mimik. „Besteht aufgrund solcher Anzeichen der Verdacht, die betroffene Person könnte an Morbus Parkinson leiden, sollte für die exakte Diagnose ein Spezialist konsultiert werden“, raten Experten.

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