Sechzehn junge Filmschaffende bringen ihre Kurzfilme ins Caligari und zeigen, wie überraschend das Motto „Schräg“ sein kann.
Knapp 300 Schüler, Eltern, Freunde und Verwandte haben in der Caligari FilmBühne erlebt, wie junge Menschen ihre eigenen Geschichten auf die Leinwand bringen. Bei „filmreif 2026“ gehörte der große Saal am 9. September sechzehn Nachwuchsfilmern. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt: das Motto „Schräg“.
Wenn die Welt plötzlich schräg läuft
Die Filme zeigen, wie unterschiedlich sich ein einziges Wort erzählen lässt. In „Aus dem Takt“ möchte Max unbedingt bei den Tornados mitspielen. Fabis Talent am Schlagzeug beeindruckt ihn so sehr, dass er seinem Ziel mit einem kleinen Trick nachhilft. „Klick-Klack“, gedreht von den 12- bis 16-Jährigen, nimmt das Motto noch wörtlicher: Eine Unachtsamkeit genügt, und plötzlich gerät die ganze Welt aus der gewohnten Lage.
Zu sehen waren nicht nur die fertigen Kurzfilme. Making-ofs öffneten auch den Blick hinter die Kamera und zeigten, wie aus Ideen Szenen und schließlich Filme wurden. Nach der Vorführung stellten sich die jungen Filmschaffenden auf der Bühne den Fragen des Publikums.
Seit 21 Jahren Raum für eigene Geschichten
Wiesbadens neue Schul- und Kulturdezernentin Dr. Patricia Becher würdigte das medienpädagogische Projekt, das seit 21 Jahren junge Menschen zum Filmemachen ermutigt. „Ihr habt Euch getraut, eigene Ideen zu entwickeln, vor der Kamera und dahinter zu stehen“, sagte Becher. Gerade das Gespräch über die eigene Arbeit mache filmreif besonders.
Die Produktionen entstanden während der Oster- und Sommerferien. Das Medienzentrum Wiesbaden arbeitete dafür mit dem Amt für Soziale Arbeit und wi&you „Schöne Ferien“ zusammen. Wer die Premiere in der Caligari FilmBühne verpasst hat, kann die Kurzfilme und Making-ofs inzwischen auf dem YouTube-Kanal des Medienzentrums ansehen.
Neue Bühne für Wiesbadens Mediennachwuchs
Bei der Veranstaltung stellte das Medienzentrum außerdem seine neue Projektseite medienreif-wi.de vor. Sie soll am 1. Oktober online gehen und jungen Medienmachern in Wiesbaden mehr Sichtbarkeit verschaffen, Kontakte erleichtern und ihre Arbeit stärker miteinander vernetzen. Damit endet filmreif 2026 nicht mit dem Abspann im Caligari: Die nächste Bühne wartet bereits im Netz.
Foto – Das Gräselberg-Comité bei seiner Sitzung im Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Gräselberg. Obere Reihe von links: Marike Ewert und Hannah-Teresa Fessner; untere Reihe von links: Gerhard Boese, Naime Direnc und Philipp Hanusch vom Kinder-, Jugend- und Stadtteilzentrum Gräselberg ©2026 LH Wiesbaden
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